Im Fokus stehen Produktionssteigerung und Qualitätsverbesserung in der Montage sowie die Handhabung durch innovative Roboterlösungen in Kombination mit technisch hochstehenden Teile-Erkennungssystemen. Ein Trend geht zu kompakten, hochflexiblen Produktions- und Fertigungszellen mit sehr schnellen, präzisen Industrierobotern mit sechs und mehr integrierten Achsen. Ein Zweiter ist die Integration von hochauflösenden Komponenten wie Kameras, Laserscannern und der Sensorik zum Suchen, Erkennen und Prüfen von Einzelteilen vor, während und nach der Montage.

Gibt es Erklärungen für diese Trends?

Man will weg von der Handarbeit, um gleichbleibende Qualität zu erreichen. Über eine bessere Automatisierung will man unbemannte Mehrschichtbetriebe fahren und so eine Produktivitätssteigerung und Kostensenkung erreichen. Die höhere Wertschöpfung soll helfen den Werkplatz Schweiz zu erhalten. Und man will die technischen Möglichkeiten beim Bau von Automationsanlagen nutzen. Das alles führt auch zu einer erhöhten Sicherheit am Arbeitsplatz.

Welches sind die wichtigsten Neuentwicklungen in Montage und Handhabung?

Im Bereich Industrieroboter sind es höhere Geschwindigkeit und Präzision sowie die steuerungstechnischen Anwendungsmöglichkeiten durch den Einsatz von leistungsfähigen Industrie- PCs. Dann sind es die flexible, anwenderfreundliche Programmierung von Gesamtanlagen bei vereinfachter Bedienung und die kurzen Umrüstzeiten durch erhöhte Flexibilität von Hartund Software. Der Einsatz von Such-, Greif- und Fügeelementen spart kostenintensive Aufspannelemente in Magazinform ein.

Welche Bedeutung haben Werker- geführte, semi-automatische Arbeitsplätze für die Branche in der Schweiz?

Auf dem Werkplatz Schweiz werden Anlagen, die ein schnelles Umrüsten und eine anwenderfreundliche Programmierung auf andere Werkstücke ermöglichen, immer wichtiger. Einzweckinstallationen lassen bei Kleinserien keine rentable Gestaltung zu. Die Einfachste Lösung ist gesucht. Wichtig sind dabei auch Schutzeinrichtungen, die eine gute Zugänglichkeit der Maschine gewährleisten.

Welchen Einfluss hat Industrie 4.0 auf die Bereiche Montage und Handhabung?

Kurzfristig wird sich nicht vieles ändern. Aber das Konzept ermöglicht ungeahnte Möglichkeiten für die Zukunft in der auch der Mensch eine wichtige Rolle spielen wird. Nicht alles kann durch künstliche Intelligenz ersetzt werden.

Wohin führt die Reise in Montage und Handhabung in der Schweiz?

Sie führt in Richtung von optimalen Lösungen für gezielte, kundenspezifische, wirtschaftliche, diener- und umweltfreundliche Bedingungen. Zudem zu kostenrelevanten Automatisierungen für einen äusserst flexiblen Einsatz in Klein- und Mittelbetrieben mit geringen Stückzahlen. Das ist die grösste Herausforderung für die Anlagen. Und Systembauer in der nächsten Zukunft. Nur wenn dies alles beim Bau von Montageanlagen und Handlingsystemen realisiert wird, kann die Schweizer Industrie weiterhin erfolgreichen produzieren.