Nach den historischen Erfolgen der Mechanisierung, Elektrifizierung und Automatisierung in der Industrie bahnt sich derzeit die vierte industrielle Revolution an: die Digitalisierung der Welt der Maschinen. Eine vernetzte Fabrik steigert die Wettbewerbsfähigkeit des Maschinen- und Anlagenbaus.

Die fortschreitende Individualisierung und Flexibilisierung bedeutet ein Plus an Produktivität. Neu geschaffene Geschäftsmodelle und Dienstleistungen eröffnen dabei interessante Perspektiven für KMU und Start-up-Unternehmen.

Initiative «Industrie 2025» zeigt erste Erfolge

«Unser Verband hat die Aufgabe, für die Industrie optimale Rahmenbedingungen zu schaffen», sagt der Leiter der Initiative «Industrie 2025» Robert Rudolph.

Ziel dieser Initiative ist es, das Wissen über die Industrie-4.0-Konzepte in die Industrie zu tragen, die Akteure zu vernetzen und sie in der Umsetzung proaktiv zu unterstützen

«Dabei geht es sowohl um die grossen Industrieunternehmen als auch um die vielen KMU in unserem Land. 86 Prozent aller Unternehmen in unseren Branchen sind KMU. Und diese Betriebe sind sehr schnell, kreativ und flexibel bei der Umsetzung von Neuerungen.»

Das unterstreicht die grosse Bedeutung, welche der Digitalisierung der Industrie im globalen Markt beigemessen wird.

An einer von der Initiative «Industrie 2025» organisierten, nationalen Forschungs- und Entwicklungskonferenz zum Thema «Industrie 4.0» zeigte sich, dass die Schweizer Industrie bereit ist für die Digitalisierung der Industrie.

Die Initiative «Industrie 2025» wird getragen von vier Branchenverbänden. Ziel dieser Initiative ist es, das Wissen über die Industrie-4.0-Konzepte in die Industrie zu tragen, die Akteure zu vernetzen und sie in der Umsetzung proaktiv zu unterstützen.

Unternehmen müssen wettbewerbsfähiger werden

Die Initiative «Industrie 2025» hat eine enorme Dynamik ausgelöst. «Wir wollen, dass die Betriebe auf dem Werkplatz Schweiz besser im Wettbewerb bestehen können.

In diesem Kontext geht es insbesondere um die Wertschöpfungsprozesse, die Marktleistung und das Geschäftsmodell der Unternehmen», so Rudolph weiter.

Dazu gehören auch Themen von «Internet of Things» über Roboterlösungen, neue Modelle für die Produktionsplanung bis hin zu digitalen Servicekonzepten und Businessmodellen.

Schweizer Industrie hat einen Spitzenplatz

«Die Schweizer Industrie ist grundsätzlich sehr gut aufgestellt, um bei diesen tief greifenden technologischen Entwicklungen von Beginn an einen Spitzenplatz einzunehmen. Gerade im aktuell schwierigen Umfeld eröffnen die Industrie-4.0-Konzepte interessante Perspektiven für einheimische Firmen», betont Robert Rudolph.

Innovative Unternehmer sind also offen für die Digitalisierung der Industrie, und da übernehmen besonders die KMU-Betriebe eine wichtige Rolle in unserer Wirtschaft.