Viele Unternehmen installieren ihre Applikationen immer noch lokal für jeden einzelnen Anwender. Das kostet eine Menge Zeit und Geld. «Mit RIA ist diese aufwändige Arbeit passé» , erklärt Roland Zigerli, Mitglied der Geschäftsleitung und CMO beim Softwarespezialisten Canoo Engineering AG in Basel. «Diese neuartigen Anwendungen werden über das Internet aufgerufen, fühlen sich aber wie Desktop-Programme an.» Und Dieter Holz, Leiter Customer Projects and Products, ergänzt: «Rich-Internet-Applikationen funktionieren unabhängig vom installierten Betriebssystem, also auf Rechnern mit Windows, Mac OS oder Linux. Selbst der Browser ist bei einer sorgfältigen Umsetzung frei wählbar.» Die komfortable Bedienung ist aber nur ein Vorteil der zukunftsweisenden Technologie: Hinzu kommt eine perfekte Einbindung in die gewünschte Umgebung. Zigerli: «Bei Office-Programmen wie Excel genügt es beispielsweise, das Symbol einer Tabelle per Drag & Drop auf die RIA zu ziehen, um die Daten in der Applikation weiter zu bearbeiten.» Darüber hinaus bietet das Webmedium Interaktionsmöglichkeiten, die für Rich Internet-­Applikationen aber nicht immer selbstverständlich sind: «Man kann beobachten, wie sich ein Chart verändert, während man neue Daten eingibt. Oder durch die Dokumente blättern wie bei CD-Covern auf dem Smartphone.»
 

Mit ihrer RIA Suite setzt sich die Schweizer Softwareschmiede mit an die Spitze der technischen Entwicklung: Einen derart lückenlosen Softwarebaukasten, der es Unternehmen ermöglicht, ebenso leistungsfähige wie effiziente Rich Internet Applikationen zu realisieren, gab es vorher kaum. Das Paket besteht aus einem festen Kern, dem sogenannten ULC Core, und individuell wählbaren Modulen. Vor kurzem wurde die Suite mit einem Update auf noch schnellere Datenübertragung getrimmt. Gerade im Business-Umfeld sind solche Produkte ein heisser Trend: Immer mehr Firmen setzen nicht nur in ihrem Intranet verstärkt auf Rich-Internet-­Applikationen, weil diese keinen Installationsaufwand oder den Einkauf teurer Supportleistungen erforderlich machen. Und im Web dienen die cleveren Tools als Basis für eine Vielzahl innovativer Geschäftsmodelle: Erst RIA-Technologie macht die virtuelle Bereitstellung von ERP-Systemen und anderer Produktivsoftware möglich – und damit auch ein anderes Boom-Thema: SaaS.