Mittelständische Unternehmen sind ganz besonders darauf angewiesen, mit ihren Ressourcen ökonomisch umzugehen. Für sie könnte schon ein scheinbar kleiner Steuerungsfehler fatale Folgen haben. Deshalb entschloss sich die Müller-Gruppe mit mehreren Unternehmen in der Schweiz und in Deutschland, die auf dem Sektor Industrieverpackungen und Produkthandling tätig sind, zur Umstellung auf ein hochintegriertes neues ERP-System: die abas-Business-Software, von der Schweizer Firma Bytics implementiert. 105 Concurrent User werden an sechs Standorten mit allen Funktionsbereichen des Systems arbeiten. Die Installation umfasst zusätzlich zwanzig BDE-Lizenzen, eine Projektverwaltung, einen E-Pos-Konfigurator und ein integriertes Dokumentenmanagementsystem. Die mobile Lagerhaltung wird mit einem integrierten E-Business-System genutzt.

ERP als Schnittstelle
ERP-Software gehört weltweit zu den grössten Segmenten des Softwaremarktes. Der Name «Enterprise Resource Planning» (ERP) ist Programm: Statt in einzelnen Geschäftsprozessen zu denken und jeden für sich zu steuern, wird das gesamte Unternehmen mit seinen Ressourcen in den Blick genommen. Die Ressourcen des Unternehmens werden ganzheitlich im Rahmen einer umfassenden Planung erfasst, überwacht und gesteuert. Moderne ERP-Software umfasst Bereiche wie Materialwirtschaft, Produktion, Rechnungswesen, Controlling, Personalwirtschaft, Marketing und Verkauf. Sie ist quasi die Schnittstelle zwischen den drei Grundfunktionen jedes Wirtschaftsunternehmens: der Leistungsanforderung – Marketing, Verkauf, Vertrieb, Auftragsverwaltung – der Leistungsbereitstellung – Beschaffung, Lagerhaltung, Produktion, Logistik – und Leistungsverrechnung – Fakturierung, Kosten- und Leistungsrechnung.

E-Business ist ERP-Treiber
Mit ihrer Unterstützung wird insbesondere die gesamte Warenwirtschaft gesteuert. ERP informiert, welche Vorprodukte in welcher Menge und zu welchem Zeitpunkt disponiert werden müssen, damit der Produktionsfluss kostenoptimal ablaufen kann. ERP analysiert und optimiert ständig die Lagerhaltung. ERP managt alle damit zusammenhängenden Dokumente wie Abschlüsse mit Lieferanten, Dispositionen, Eingangsaufträge und Warenbegleit­papiere. ERP stellt die ordnungsgemässe und pünktliche Lieferung ­sicher. ERP steuert auch die ­finanziellen Ressourcen. Dies geschieht ­einerseits ­intern, indem die Kosten- und Leistungsrechnung die Geschäftsprozesse permanent begleitet und diese auf Wirtschaftlichkeit geprüft werden. Und es geschieht nach aussen, indem die korrekte und zeitnahe Fakturierung sichergestellt und der Zahlungseingang überwacht wird. Schliesslich hält ERP auch die Anlagenbuchhaltung stets auf dem aktuellen Stand. Immer grössere Bedeutung erlangt ERP mit steigendem E-Business. Mit ERP-Systemen wie etwa der abas-Business-Software werden ­moderne Funktionen wie Web-Shop, Auftragsauskunft, Serviceabwicklung, Kundeninformationssystem und Lieferantenbindung unterstützt.

Einführungsmethodik ­entwickelt
Genauso wichtig wie die Grundentscheidung zu Gunsten ERP ist es, die Einführung so zu organisieren, dass das Wissen der bisherigen User genutzt, mentale Blockaden vermieden und Startpro­bleme mit dem neuen System möglichst weitgehend ausgeschlossen werden. So können die Vorteile vom ersten Tag nach der Umstellung an bereits greifen. abas-Partner haben für diese Phase eine einheitliche Einführungsmethodik entwickelt. Zu Beginn werden alle Key-User mit dem neuen Software-Standard vertraut gemacht. Dann wird gemeinsam von internen Mitarbeitern und den Beratern die bisherige IT auf Verbesserungspotenzial überprüft. Erst dann wird eine zukunftsfähige neue Lösung konzipiert. Auch die ist nie endgültig «fertig», sondern wird ständig den aktuellen Herausforderungen angepasst.