Oder haben Sie bereits eine so komplexe IT, dass Sie dafür einen ausgewiesenen IT-Spezialisten suchen? Engagierte Super-User mit guten Anwenderkenntnissen sind hilfreich. Solange das Unternehmen keine IT-Leistunge, anbietet, sind Personen gefragt, welche die vorhandene Software in Geschäftsprozessen optimal einsetzen. Mit dem Profil eines Informatikers hat das nichts zu tun. Gerade KMU stellen sich die Frage: «make or buy». Das gilt auch bei der Beschaffung von Business-Software. Liegt das Kerngeschäft nicht in der IT, lautet der Entscheid «buy». SaaS-Angebote aus der Cloud erübrigen hohe Anfangsinvestitionen. Zudem bedingen sie keine eigenen informationstechnisch fitten Leute ähnlich, wie man sich für zwei Geschäftswagen keinen Automechaniker leistet.

«Liegt das Kerngeschäft nicht in der IT, lautet der Entscheid buy.»


Allerdings hinkt dieser Vergleich: Gleichzeitig mit der Software wird die Unterstützung dafür beschafft. Weil der Wechsel von Business-Software aufwendig ist, geht man eine längere Bindung ein. Der Anbieter kann in seinem Gebiet sehr gut sein, aber vielleicht ist das ungenügend, da sein Gebiet nur einen Teil der Firmenprozesse abdeckt. Beschafft man sich mehrere Spezialtools, ergeben sich Schnittstellen, die durch ihre periodischen Updates das Zusammenwirken der Akteure erfordern. Bald muss ein interner IT-Dompteur die Anbieter koordinieren, weil sich jeder in seinem Bereich tummelt und das IT-Gesamtkunstwerk beim Anwender nicht hinterfragt.

Bevor weitere Finanzmittel in den Erhalt des IT-Puzzles geschüttet werden, stellt sich die Frage, ob das Fundament der IT und damit die IT-Strategie zeitgemäss sind. Die heutigen integrierten Standardsoftware-Pakete sind umfangreich und leistungsfähig. Sie bieten Möglichkeiten, welche vor Kurzem nur die führenden Spezialanwendungen enthielten. Mit der integrierten Software erübrigt sich die Suche nach einem Dompteur für die heterogene IT.
Ist das IT-Fundament stark, kommen die aktuellen Innovationen an die Reihe. Zum Beispiel Business Intelligence: Damit analysieren gewöhnliche Anwender Daten aus den Social Media. Oder die CRMs, die diese Daten im Markt generieren. Lassen Sie sich von Ideenlieferanten inspirieren – auch mit Blick auf die personelle Umsetzbarkeit. Ansätze dazu finden Sie in dieser Themenzeitung.