Mittlerweile gibt es 138 Mitglieder, darunter viele der wichtigsten Schweizer Softwarehersteller. Zwei Bedingungen, müssen für eine Zugehörigkeit zum Label erfüllt werden: Der Schweizer Wertanteil an den Herstellungskosten muss mindestens 50 Prozent betragen und der wichtigste Fabrikationsprozess muss in der Schweiz stattgefunden haben. Durch eine Kooperation mit der SGS, einer der weltweit grössten Zertifizierungsgesellschaften, gibt es seit 2009 ausserdem die Möglichkeit, das Label swiss made software mit der ISO-25001-Zertifizierung zu erweitern. Das Hauptaugenmerk liegt bei swiss made software zurzeit im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit, denn die Schweizer Softwarebranche ist in der öffentlichen Wahrnehmung noch immer zu wenig präsent – national und international. «Software nimmt man nur wahr, wenn sie nicht funktioniert. Und das bei einer Branche, die fünf Prozent zum Bruttoinlandsprodukt beiträgt», so der Unternehmer Luc Haldimann, der auch der Initiator des Labels ist. Dem entgegen wirkt man bei swiss made software im 2011 mit einer Reihe von Projekten: Zum Einen gibt es eine Partnerschaft mit der Osec, dem Kompetenzzentrum für Aussenwirtschaftsförderung des Bundes. Gemeinsam plant man eine Handelsmission nach Kanada, der sich Mitglieder des Labels exklusiv anschliessen können. Zum Anderen wird mit «swiss made software – das buch» eine Referenzpublikation lanciert, die Licht auf die Schweizer Softwarebranche werfen soll. «Schweizer Software hat Geschichte geschrieben, aber leider nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Das wollen wir ändern», so Haldimann. Als nächste Aktivität steht das Kanadaprojekt auf der Agenda. Informationsveranstaltungen finden zwischen dem 1. und 3. März in Bern, Zürich und Basel statt.