Wunsch nach mehr Transparenz

Es stellt sich also eher die Frage, ob die NSA ungefragt auf Daten bei Microsoft zugreift oder nicht. Hier darf Microsoft im Moment aufgrund gesetzlicher Bestimmungen in den USA keine Auskunft erteilen, obwohl sich die Firma mehr Transparenz wünscht. Im Moment ringen sie mit der amerikanischen Regierung um eine Lösung.

Die Totale Sicherheit gibt es nicht

Egal, wie dieser Rechtsstreit ausgeht, die Totale Sicherheit wird es in Public Clouds nicht geben können. Josua Müller: «Das gibt es auch nicht, wenn die Daten vor Ort liegen.»Was aber unbedingt verhindert werden sollte, ist ein unkontrollierter Datenabfluss. Bereits seit Jahren gibt es Technologien, welche genau dem vorbeugen, allerdings haben wenige Kunden diese implementiert.

«Entweder ist es zu teuer, zu kompliziert oder wird für nicht wichtig befunden», erklärt Josua Müller. In der Cloud würden die entsprechenden Dienste zur Verfügung stehen und könnten so relativ einfach genutzt werden.

«Bringe ich das Geld zur Bank, oder verstecke ich es unter der Matratze?»

Die Alternative wäre, das ganze IT-System selbst aufzubauen. Allerdings stellt sich hier die Frage, ob Unternehmen so auf Dauer konkurrenzfähig bleiben. «Die interne IT sollte sich damit beschäftigen, die Prozesse und das Geschäft zu unterstützen. Ist das der Fall, wenn sie sich den ganzen Tag mit E-Mails und anderen Themen befasst?» fragt sich Josua Müller.

«Letztlich ist es eine Vertrauensfrage: Bringe ich das Geld zur Bank, oder verstecke ich es unter der Matratze?»
Doch was wäre, wenn ein Cloud-Anbieter seine Dienste plötzlich einstellen würde? Dann wären die Daten tatsächlich weg. Doch dieses Risiko ist sehr gering. Ausserdem gibt es mittlerweile diverse Angebote im Internet, mit denen Daten regelmässig aus der Cloud gesichert werden können.