Um schnell auf Marktveränderungen reagieren zu können, benötigt jedes Unternehmen in der Anlaufphase eine Infrastruktur, die mitwachsen kann. Insbesondere für Hardware, Software und Telekommunikation gilt es, die richtigen Weichen zu stellen. Noch vor fünf Jahren mussten viele Unternehmensgründer erst einen Server, eine Telefonanlage, mehrere Desktop- oder Notebook-Rechner und teure Officeprogramme erwerben, bevor sie loslegen konnten. Um die Installation und Pflege der Programme inklusive allfälliger Updates kümmerte sich ein IT-Service.

SaaS

Mit dem Anbruch des Highspeed-Internet-Zeitalters hat sich der technische Aufwand massiv verringert: Moderne IT-Systeme halten die gewünschten Rechnerkapazitäten und Programme auf Serversystemen in der Cloud bereit (Stichwort: Infrastructure as a Service und Software as a Service), steuern beziehungsweise überwachen die einzelnen Unternehmensprozesse und regeln die Kommunikation über eine IP-Software, an die jeder Mitarbeiter im Team angebunden ist – intern wie extern. Dabei spielt es keine Rolle, ob es um einen Conference Call, ein Videotraining oder eine E-Mail geht – der Zugriff erfolgt komfortabel per Smartphone-App oder Webclient.

Lokaler Datenzugriff

Zweifellos bietet auch eine klassisch aufgestellte IT-Infrastruktur Vorteile – zum Beispiel einen umfassenden lokalen Datenzugriff, wenn einmal keine Internetverbindung zur Verfügung steht. Allerdings sind die hohen Kosten für die Wartung und Aufrüstung von Inhouse-Servern, Storage-Einrichtungen und PCs für ein Start-up kaum tragbar. Wer die IT-Infrastruktur dagegen bei einem Anbieter im Netz anmietet, kann die virtuelle Rechnerleistung problemlos an die aktuelle Business-Situation anpassen: Wird der Speicherplatz knapp, bucht man neuen hinzu, genügt die Rechenleistung für ein aufwendiges Projekt nicht, bucht man ein Upgrade. Das funktioniert auf Wunsch sogar automatisch: Wenn der Server in Sachen Performance an seine Grenzen stösst, skaliert ein dynamisches System von selbst nach oben und garantiert einen reibungslosen Betrieb.

Fernlöschfunktion

Gerade bei jungen Leuten, die eine Firma gründen, stehen bei der Arbeit Smartphones und Tablets im Fokus. Schliesslich gibt es für diese Devices inzwischen zahlreiche Apps, mit denen auch Business-Einsteiger ihre Geschäftsprozesse im Griff behalten können – ohne Medienbrüche vom PC bis zum Touchphone. Wer von überall aus Zugriff auf das Firmennetzwerk hat, wird aber auch leicht zum Sicherheitsrisiko. Deshalb ist die Implementierung eines professionellen Mobile Device Management unverzichtbar. Weil Smartphones leichter verloren gehen als Laptops oder PCs, sind zudem Vorkehrungen erforderlich, die bei einem Verlust oder Diebstahl verhindern, dass sensible Daten in die falschen Hände geraten können. So sollten zum Beispiel alle mobilen Geräte mit einer Fernlöschfunktion ausgestattet sein.

TIPP

Bevor die Auftragsakquise beginnt, sollte das IT-Konzept stehen. Wer sich in der Anfangsphase mit vermeintlich günstigen, selbst gebastelten Lösungen zufriedengibt, zahlt am Ende drauf.