«Enterprise Resource Planning» -Software (ERP) ist auch ein wichtiger Baustein für Lagerlogistik. Mit der ERP-Software tosca hat beispielsweise die iba AG in Bollingen, der zweitgrösste Bürobedarfsspezialist der Schweiz, ihre Lagerlogistik rundum im Griff. Schon seit einigen Jahren setzt die iba AG dieses ERP-System ein. Die Software wird von der dynasoft AG entwickelt, wodurch unkompliziert auf Kundenwünsche eingegangen werden kann. Während rund einem Jahr wurde tosca parallel zum Aus- und Umbau des Logistikzentrums an die Bedürfnisse der iba AG angepasst. So können heute die Möglichkeiten der Software optimal mit der modernisierten Lagerhalle zusammenspielen und erleichtern den Arbeitsalltag der Logistikmitarbeiter.

Von unten nach oben
Die neue Logistikhalle der iba AG ist so aufgebaut, dass Wareneingang und Warenausgang getrennte Bereiche sind. Während die angelieferte Ware im unteren Bereich des Hochregals durch Stapler eingelagert wird, kommissionieren die Lagermitarbeiter die Artikel im oberen Bereich. Dies geschieht auf einem speziell eingepassten hängenden Boden. Die Ware wird so innerhalb des gleichen Regals eingelagert und kommissioniert, ohne dass die einzelnen Mitarbeiter einander in die Quere kommen. Der Nachschub geschieht von unten nach oben. Der Weg vom Einlagern bis zur Kommissionierung eines Artikels ist so extrem kurz.

Unterwegs mit dem Tablet
Dank einer speziell entwickelten Maske kann die Software auch auf einem Tablet angewendet werden. Der Touchscreen und grosse Buttons machen dieses Tablet zu einem benutzerfreundlichen Werkzeug für alle Lagermitarbeiter. Das Logistikzentrum der iba AG ist mit WLAN ausgerüstet. Egal, wo in der Lagerhalle die Tablets im Einsatz sind, sie stehen stets in Verbindung mit der Datenbank. So ist gewährleistet, dass die abgefragten Informationen jederzeit aktuell sind. Auch der Online-Shop wird in Echtzeit geführt. Das heisst: Wenn von einem Artikel soeben der letzte bestellt wurde, ist er im Shop nicht mehr verfügbar. Auch Reservationen werden berücksichtigt, ohne dass der entsprechende Artikel vorher ausgebucht werden muss.

Aktuell dank stetigem ­Austausch
Die Software ist modular aufgebaut. Die Stammdaten wie Artikel, Kunden- und Lieferantenadressen stehen in stetem Austausch mit Subsystemen. «So weiss tosca immer, wo welche Anzahl von welchem Artikel benötigt wird» , erklärt Urs Röthlisberger, Projektleiter der dynasoft AG. Nachdem Menge und Qualität des Wareneingangs durch ein spezielles Modul geprüft wurden, stehen die Paletten zur Einlagerung durch die Stapler bereit. Jeder der modernen Stapler ist mit einem Tablet ausgerüstet. Durch Scannen des Barcodes erkennt die Software, wo der Wareneingang hingehört. Auf dem Tablet werden der entsprechende Gang und das Regal angezeigt. Sobald der Vorgang abgeschlossen ist, wird dies mittels Touchscreen bestätigt. Dank der Verbindung des Tablets zur Datenbank werden dort sofort die Lagerbewegungen generiert und der Lagerbestand des entsprechenden Artikels ist aktualisiert. Der Staplerfahrer kann sich nun auf dem Tablet anzeigen lassen, ob in dem Gang, in dem er sich gerade befindet, noch andere Arbeiten erledigt werden müssen. Beispielsweise, ob von einem Artikel Nachschub an die Kommissionier-Plätze erforderlich ist. Diese Funktion ermöglicht es dem Lagermitarbeiter, effizienter zu arbeiten, da er nicht unnötig hin und her fahren muss, sondern verschiedene Aufträge an der gleichen Stelle erledigen kann. Der Logis­tikleiter erhält so die Übersicht über alle Aufgaben im Wareneingang und im Nachschub. Diese kann er mittels Tablet freigeben und einem Mitarbeiter zuordnen, der gerade in der Nähe ist.