Der amerikanische Elektroautohersteller Tesla...

...lässt in Europa momentan alle stehen. So hat das Unternehmen erstmals mehr Fahrzeuge als Mercedes und BMW in der Oberklasse verkauft und belegt mit dem Model S einen Spitzenplatz. Das überrascht nur mässig, denn beim kürzlich veröffentlichten Mobilitätsmonitor des Forschungsinstituts Gfs Bern kam heraus, dass 83 Prozent der Schweizer es in Betracht ziehen, in Zukunft ein Auto mit Elektroantrieb zu kaufen. Vor sechs Jahren waren es noch 59 Prozent.

Einen Hybrid ziehen sogar 85 Prozent in Betracht. Auffallend: Obschon die Schweiz eines der besten Elektrotankstellennetz der Welt bietet und auch die Reichweite aktueller Elektrofahrzeuge in der Regel völlig genügend für die tägliche Fahrt zu und von der Arbeit ist, wird dies von den Befragten der Studie noch immer als potenzielles Problem gewertet.

Der Erfolg von Tesla dürfte auch zu einem beachtlichen Teil mit dem Flottenmanagement in der Schweiz zusammenhängen. Letztes Jahr hat das Frankfurter Marktforschungsunternehmen Dataforce erstmals relevante Zahlen zum hiesigen Flottenmarkt veröffentlicht.

Dabei kam heraus, dass über alle Marken gerechnet mehr als 40 Prozent – bei einigen Anbietern über die Hälfte – des jeweiligen Neuwagengeschäfts mit Flottenpartnern abgeschlossen werden. Ebenfalls interessant: Im Vergleich zu den Flottenmärkten der Schweizer Nachbarstaaten belegen hierzulande übermässig viele Sport Utility Vehicles (SUV) Spitzenplätze in der Rangliste.

Vor allem der amerikanische SUV Ford Edge kann in der Schweiz einen kleinen Erfolg verzeichnen. Das kommt nicht von ungefähr. Die Amerikaner haben häufig das zu bieten, was auch hiesigen Kunden gefällt, und zwar ein grosszügig ausgebautes Assistenzsystem.

Dazu gehören etwa die aktive Einparkhilfe oder Frontkameras mit Split View. Auch der automatische Abstands- und Geschwindigkeitsbegrenzer und die Fussgängererkennung schätzen nicht nur amerikanische Kunden.

Der Fahrkomfort gilt im Übrigen als eine der grossen Stärken amerikanischer Autos. Hier punktet der Edge mit einem grosszügigen Raumangebot sowie Feder-Dämpfereinstellung.

Der Zusatz an Technik und das Gewicht der grossen SUVs haben indes erhebliche Auswirkungen auf den Spritverbrauch der US-Fahrzeugflotte. Eine wirtschaftlich interessante Lösung dafür kann die nachträgliche Umrüstung auf Autogas sein.

Das ist mit fast allen Benzinern möglich. Gerade Vielfahrer haben die Investitionen zudem gemäss Schätzungen von Experten innert weniger Jahre wieder amortisiert.