Der Trend zur Digitalisierung
MES (Manufacturing Execution Systems) und Produktionsmanagement-Lösungen haben sich über Jahre hinweg zu sehr breit gefächerten oder zu sehr spezialisierten Lösungen entwickelt. Diese Systeme lassen sich heute nicht ohne beträchtlichen Aufwand anpassen und bleiben daher oft statische Lösungen. Eine Workflow-Softwarelösung kann die Lücken füllen und erlaubt es, komplette Arbeitsabläufe festzulegen und mit bestehenden Anlagenkomponenten und Produktionssystemen in Echtzeit zu kommunizieren.

Mitwachsende Arbeitsabläufe
Eine Industrial-Workflow-Software kann fertigungstechnische Verfahren verbessern. Sie verknüpft automatisierte und manuelle Prozesse miteinander. Die Arbeitsabläufe reichen von elementaren Aufgaben bis hin zur Verwaltung eines kompletten Produktionsprozesses inklusive Datenkommunikation zwischen ERP und MES.

Geführte Fertigungsabläufe
Beim Industrial-Workflow-Verfahren werden automatisierte und manuelle Aufgaben gemischt verwendet. Ein Arbeitsablauf beginnt zum
Beispiel mit dem Einrichten der Maschine. Dabei löst das Warenwirtschaftssystem (ERP) ein Ereignis aus, das die Übermittlung eines Arbeitsauftrags bewirkt. Als Beispiel soll eine Produktionsmaschine eingerichtet werden. Dazu werden dem Bediener Einrichtdaten in Form von beigefügten Dokumenten übermittelt. Nach dem Einrichten ruft das Workflow-System die Rezeptur eigenständig ab. Der nächste Schritt könnte eine Sichtkontrolle sein. Die entsprechende Arbeitsanweisung, beispielsweise eine manuelle Dateneingabe zur Freigabe, gibt das System wieder an den Bediener aus. Das System leitet die Inspektionsdaten dann an andere Systeme wie MES, LIMS oder HMI weiter. Anschliessend gelangt das Produkt zur Verpackungsstation und weiter zur Palettierungs- und Versandstation. Das Workflow-System meldet alle Informationen automatisch zurück an das ERP, das nun sämtliche Informationen zum erledigten Auftrag enthält.