Cloud-Computing gehört zu den wichtigsten Trends in der Unternehmens-IT. Konkret werden mit Hilfe der Cloud-Lösung IT-Ressourcen, wie Rechnerkapazität, Speicherplatz oder Mietsoftware, über das Internet oder Intranet bereitgestellt und nach tatsächlichem Verbrauch abgerechnet.

Die Vorteile daran sind eine höhere Flexibilität, unbegrenzte Skalierbarkeit und schnellere interne Entwicklungsprozesse. Eines der bestechendsten Argumente für Cloud-Computing sind allerdings die niedrigeren Kosten.

Gerade vielen kleinen und mittleren Unternehmen fehlt es an Fachwissen im Bereich der IT. Um effizient arbeiten zu können, sind sie aber auf eine leistungsfähige IT angewiesen.

«Wer die Migration in die Cloud zu spät oder zu zögerlich beginnt, verschenkt bares Geld»

Insbesondere diesen Unternehmen bietet Cloud-Computing eine interessante Alternative zur aufwendigen Betreibung einer eigenen IT-Infrastruktur.

Doch obwohl den meisten Unternehmen die Vorteile von Cloud-Computing bekannt sind, nutzen in der Praxis erst die wenigsten diese Möglichkeit in vollem Umfang.

Die «Tapping cloud’s full potential»-Studie, die von einer internationalen Managementberatungsfirma durchgeführt wurde, ergab, dass bislang erst 18 Prozent des IT-Betriebs von Unternehmen in der Cloud stattfinden.

«Wer die Migration in die Cloud zu spät oder zu zögerlich beginnt, verschenkt bares Geld», erklärt Christopher Schorling, Experte für Cloud-Computing.

«Diese Unternehmen geraten in Sachen Innovationskraft und Entwicklungsgeschwindigkeit ins Hintertreffen und gefährden langfristig ihre Wettbewerbsfähigkeit.»

Für Unternehmen gibt es bei der Wahl und Integration von Cloud-Lösungen verschiedene Punkte zu beachten. Als Erstes steht die Wahl eines passenden Cloud-Modells an. Obschon private Clouds einen guten Ruf haben, lassen sich mit ihnen nur ein Drittel der Effizienzgewinne einer öffentlichen Cloud erzielen.

Hybrid-Lösungen ermöglichen indes bereits eine erhebliche Kostensenkung. Das gilt ebenso für den Einsatz firmenübergreifender Entwicklungsplattformen.

Viele Unternehmen tasten sich mit sogenannten Infrastructure-as-a-Service-Lösungen, bei denen im Wesentlichen  Rechnerhardware und Rechenleistung aus der Wolke bezogen werden, allmählich an das Thema Cloud-Computing heran, setzen sonst allerdings auf ihre proprietäre IT-Welt.

Dieser Ansatz ist jedoch teuer. Ebenso häufig fällt Unternehmen der Abschied vom eigenen Rechenzentrum und der Hoheit über ihre Daten und Programme schwer.

Doch für maximale Kostenersparnisse durch Cloud-Computing ist es essenziell, die Anwendungen konsequent zu verlagern und die Virtualisierung der Datenverarbeitung sowie -speicherung über die IT-Infrastruktur hinweg zu überdenken. Nur so kann das volle Potenzial der Cloud ausgeschöpft werden.