Noch vor 1920 schrieb der Schriftsteller Jules Vernes eine Geschichte über eine Menschmaschine. Erst danach tauchte der Begriff „Roboter für einen Androiden“ erstmal durch de Schriftsteller Karel Čapek auf. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges erfuhr der Bereich der Robotik sodann rasante Fortschritte. Ausschlaggebend dafür waren sicherlich auch die Erfindung des Transistors im Jahre 1947 in den Bell Laboratories, integrierte Schaltkreise und die Entwicklung leistungsstarker und platzsparender Computer.

Der Zukunftsmarkt: Servicerobotik

Die professionelle Servicerobotik ist ein riesiger Markt. Die Entwicklung ist rasant und ersetzt immer mehr die Menschenhand in der Industrie. Die Unternehmen haben das Potenzial des Roboters erkannt und arbeiten mit Hochdruck an neuen und innovativen Lösungen für den Alltag und die Industrie. Die Einsatzmöglichkeiten eines Roboters sind schier unbegrenzt: Sei es zum Beispiel als Minenräumer, als Melkroboter bis hin zum automatischen Poolreiniger. Im asiatischen Raum spielt beispielsweise die Freizeitindustrie eine grosse Rolle während in den USA die Entwicklungen des Serviceroboters vor allem in der Rüstungsindustrie, der Landwirtschaft und der Konsumgüter- industrie zum Zuge kommt. Die Forschungsbereiche Lebensführung, Logistik und Laborautomation sind besonders in Europa gefragt. Die Zeiten sind also vorbei, in welchen die Robotik ausschliesslich der universitären Forschung vorbehalten bleibt. Die Unternehmen wagen sich nun an eigene Projekte, die im Markt immer mehr Anklang finden. Einige Innovationen sind bereits ausgereift, jedoch fehlen oftmals die reellen Einsatzmöglichkeiten ohne dass die Kosten für Innovation und Produktion zu hoch werden.

Zahlbare Lösungen für den zukünftigen Markt

Gefragt sind beim heutigen Stand der Entwicklung Marketingüberlegungen. Das heisst, die Innovationen müssen aus der Sicht der Anwenderbedürfnisse und deren Budgets entwickelt werden und nicht umgekehrt. Diese fehlende Anwendersicht ist der Grund, weshalb die Robotik den Markt bisher nur mangelhaft erschliessen konnte. Experten gehen davon aus, dass der grosse Boom der Servicerobotik erst noch bevorsteht. Ein grosses Potenzial besteht beispielsweise bei Systemintegratoren. Auf einzelne Anwendungsbereiche könne in Zukunft die Lücke zwischen Herstellern und Anwendern erschlossen werden. Fachleute gehen davon aus, dass gerade in der Systemintegration ein wichtiger Teil der Wertschöpfungskette steckt. Somit ist die Funktion des Systemintegrators wirtschaftlich höchst interessant.

Menschen ändern ihr Verhalten

Forschungen belegen es: Nicht nur der Serviceroboter passt sich technologisch den Bedürfnissen von Mensch und Unternehmung an, sondern auch der Mensch verändert sein Verhalten. Verschiedene Feldstudien belegen, dass beispielsweise beim Einsatz eines „House- Robot“ der Mensch nicht die gleichen Gewohnheiten beibehält, sondern sich den Eigenarten und Möglichkeiten des Roboters anpasst. Das Potenzial der Innovationsmöglichkeiten ist vielversprechend und so wie die Studien es belegen, sind zudem Mensch und Roboter auch fähig unter einem Dach zu wohnen.