Wie, Herr Dietrich, definieren Sie den Begriff Fintech?

Zu Fintech gehören Software-Lösungen für innovative Produkte oder Dienstleistungen in der Finanzindustrie, welche die derzeit existierenden Angebote verbessern, ergänzen oder auch zu einer Disruption führen.

Welche Chancen ergeben sich in diesem Zusammenhang für international tätige Schweizer Banken?

«Neue Fintech-Angebote sollten stets das Ziel haben, den Kundennutzen zu verbessern und die Einfachheit zu erhöhen»

Sie können vor allem dann von den vielfältigen Fintech-Möglichkeiten profitieren, wenn sie innovativer sind als ausländische Anbieter und neue Möglichkeiten nutzen, mit Kunden in Kontakt zu treten, sowie massgeschneiderte Lösungen oder auch neue Produkte und Dienstleistungen anbieten.

Die Digitalisierung generell hat bereits einen grossen Einfluss auf die Schweizer Bankenlandschaft und wird die Branche noch weiter bewegen.

Inwiefern profitieren Banken von diesen neuen Technologien?

Die entscheidende Frage ist aus meiner Sicht vor allem: Wie profitieren Kunden von den neuen Technologien? Neue Fintech-Angebote sollten stets das Ziel haben, den Kundennutzen zu verbessern und die Einfachheit zu erhöhen.

Die Digitalisierung sollte den Privatkunden und Firmenkunden etwa helfen, ihre Prozesse zu vereinfachen oder jederzeit die Möglichkeit zu haben, durch verschiedene Kanäle eine entsprechende Dienstleistung zu kaufen.

Wie wichtig sind heute Kryptowährungen und welches Potenzial ist hier vorhanden?

Derzeit sind Kryptowährungen hierzulande noch nicht wichtig. Ich sehe mittelfristig aber für Privatpersonen das Potenzial, dank Kryptowährungen bei internationalen Zahlungsströmen Kosten einzusparen.

Persönlich glaube ich hingegen nicht, dass Kryptowährungen in den nächsten fünf Jahren für die hiesigen Unternehmen relevant sind.