Digitalisierung ist nichts Neues. Als Phänomen gibt es sie seit dem 19. Jahrhundert und als Treiber in Geschäftsmodellen seit den 1990er-Jahren. Nun hat ihre Geschwindigkeit zugenommen.

Das ist eine gute Nachricht, denn die Digitalisierung ist eine Chance. Damit diese Chance von Unternehmen und Arbeitnehmenden zu ihrem Vorteil ergriffen wird, braucht es gute Rahmenbedingungen. Ganz konkret geht es um folgende drei Elemente:

« Unsere Trümpfe sind Freiheit, tiefe Regulierungskosten und Berufsbildung»

Erstens, die gestaltende Kraft der Freiheit: Digitalisierung ist ein Aspekt der Innovation. Die Schweiz hat hier eine hervorragende Ausgangslage, weil sie die wirtschaftliche Freiheit als gestaltende Kraft versteht.

Heute schon gilt der Grundsatz: «Was nicht gesetzlich verboten oder reguliert ist, ist erlaubt.»  Das bedeutet: Wirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht von Gesetzes wegen verboten sind, brauchen gar keine Regulierungsgrundlage, um vorangetrieben zu werden.

Zweitens, tiefe Regulierungskosten: Die beste Förderung der Digitalisierung – und der Wirtschaft allgemein – ist, den Unternehmen eine möglichst grosse Handlungsfreiheit zu gewähren. Dazu müssen die Regulierungskosten tief gehalten werden. Eine staatliche Planung oder eine Regulierung der Digitalisierung braucht es nicht.

Drittens, die Bildung ist auch in der Digitalisierung Trumpf: Das Bildungssystem der Schweiz ist der beste Hebel, um die digitale Kompetenz zu fördern und zu stärken. Insbesondere die berufliche Aus- und Weiterbildung vermitteln die Fähigkeiten, praktisch und arbeitsmarktrelevant digitale Instrumente anzuwenden und weiterzuentwickeln.

Grösstmögliche Handlungsfreiheit, tiefe Regulierungskosten und ein gutes Bildungssystem – vor allem ein gutes Berufsbildungssystem: Das sind die guten Rahmenbedingungen, um die Zukunft der Digitalisierung jetzt schon umzusetzen.