Info

Der Studiengang Informatik an der ZHAW

School of Engineering bildet seit der Integration der HSZ-T rund 400 Studierende aus. Der Studiengang ist in eine breite Grundausbildung mit anschliessender fachspezifischer Ausrichtung gegliedert. Rund zwei Drittel der Studierenden wählen die Teilzeit-Variante, die insbesondere das berufsbegleitende Studium ermöglicht. Etwa 65 Prozent haben eine Informatik-Lehre absolviert, die anderen sind Maturanden oder Quereinsteiger.

Der grösste Fachhochschulstudiengang Informatik der Schweiz wird ab dem nächsten Jahr an den Standorten Zürich und Winterthur entstehen. Rund 450 Informatik-Ingenieure sollen zukünftigt an der ZHAW ausgebildet werden. In der Schweiz herrscht schon heute ein Mangel an Informatikern.

«In den kommenden Jahren werden jährlich bis zu 4000 hochqualifizierte IT-Fachkräfte pensioniert, während jedoch nur knapp 2000 IT-Absolventen nachrücken. Ein Bedarf, der zurzeit nur mit ausländischen Fachkräften gedeckt werden kann», sagt Prof. Dr. Olaf Stern, Studiengangleiter des Informatik-Studiums an der ZHAW. So gäbe es nach Abschluss des Studiums kaum jemanden, der keine Anstellung findet.

IT-Berufe sind interessanter als ihr Image

Das Image des Informatikers werde laut Stern häufig verkannt und sei kein allzu gutes, aber Fakt ist: Alle Industrie- und Dienstleistungsunternehmen haben einen wachsenden Bedarf an interner IT-Kompetenz. So fänden Informatikabsolventen sowohl bei IT-Dienstleistern, bei KMUs und Grossunternehmen, in unterschiedlichsten Branchen eine Anstellung.

Die Schwierigkeit, gut ausgebildete Fachkräfte zu finden, werde in Zukunft nicht abnehmen, so Stern. Im Gegenteil: «Der Fortschritt und der Nutzen von Informationstechnologien werden eher noch zunehmen, die IT unsere Gesellschaft immer stärker prägen.» Man solle zukunftsorientiert deshalb auch bereits während der Schulausbildung für eine Sensibilisierung sorgen, damit die Bedeutung der Informatik richtig verstanden wird und an Attraktivität gewinnt.

Aber auch das klassische Bild des einsamen Informatikers müsse verschwinden, denn die Informatik erfordere heute zu einem hohen Anteil kommunikative Fähigkeiten und Teamwork.

Informatiker ist nicht gleich Informatikingenieur

Nach einer Informatiklehre ist meist ein attraktiver Einstieg ins Berufsleben möglich. Es spricht also zunächst nicht viel dafür, noch ein Studium zu absolvieren. Man müsse aber unterscheiden, dass der Informatiker jene Dinge nur ausführt, die der Informatikingenieur entwickelt hat, sagt Stern. Im Unterschied zum Informatiker sei der Informatikingenieur jener, «der die Fäden in einer Firma zusammenhält, Geschäftsprozesse durch die Entwicklung von Informationssystemen optimiert oder überhaupt ermöglicht.»