Welche Idee steckt hinter eurem Projekt?

Ein grosses Manko an Drohnen ist ihre Neigung, sehr leicht abzustürzen, da sie zumeist nicht sonderlich robust sind.

Das wollten wir ändern, indem wir eine robuste Drohnentechnologie entwickeln, da wir in den mobilen Robotern das Potenzial für eine erstaunliche Kosten- und Zeitersparnis und eine erhöhte Steigerung der Sicherheit sehen.

Diese unbemannten, ferngesteuerten Flugobjekte können beispielsweise Sicherheitskräften zukünftig die Arbeit an der Stelle abnehmen, an der die Rettung eines Unfallopfers auch ihre eigene Sicherheit gefährdet.

Dies kann nicht nur in Katastrophen- und Krisengebieten von Vorteil sein, sondern auch an Orten, die eine unzugängliche, hindernisstarke Infrastruktur aufweisen.

Ihr seid ein sehr junges Team. Wie habt ihr euer Start-up realisiert?

Alles begann mit der Video-Veröffentlichung unseres Forschungsprototyps und anschliessender Interaktion mit potenziellen Kunden, zu denen unser Produkt passen könnte.

Nachdem dann die ersten Investoren überzeugt waren, fingen wir sofort mit der Entwicklung erster tatsächlicher Prototypen an. Und das ziemlich erfolgreich: Während unser Team in den ersten sechs Monaten nur aus zwei Ingenieuren bestand, zählt unser Unternehmen mittlerweile 30 Mitarbeiter.

Was waren denn die grössten Herausforderungen, denen ihr euch stellen musstet?

Oh, da gab es einige. Zuerst einmal stiegen wir mit unserem Produkt in einen Markt ein, der bis heute selbst noch in den Kinderschuhen steckt. Daher konnten wir selbst auf keinerlei Erfahrungen zurückgreifen, sondern gestalten diesen Markt nach wie vor noch selbst mit.

Dies erfordert viel Agilität, Flexibilität, Motivation und Kreativität, aber auch viel Arbeitskraft und Kapital. Am Anfang gab es zudem grosse Schwierigkeiten, was die Planung des Zeitmanagements betraf.

Denn es dauert in der Regel deutlich länger, ein zuverlässiges und robustes Produkt zu bauen, als man eingeplant hat. Dies wiederum erfordert viel Geduld – besonders seitens der Investoren.

Also verlief euer erstes Unternehmensjahr turbulent?

Ja, uns gibt es ja auch erst eineinhalb Jahre und dementsprechend können wir auf keine lange Unternehmensgeschichte zurückschauen. Der grösste Meilenstein war die Akkreditierung von Investoren, denn ohne eine fundierte Finanzierungsgrundlage scheitert die Realisierung des Projekts.

Doch seitdem wir den Zugang zum Kapital haben, fällt es uns leichter, flexibel und professionell zu agieren, was letztendlich zu unserem rasanten Unternehmenswachstum führte.

Wie seid ihr denn letztendlich in den Markt eingestiegen?

Im Jahr 2015 haben wir die ersten Roboter (Beta-Produkte) an Industriekunden, vor allem an die Marktführer im Bereich Energie, Verkehrsinfrastruktur und Schwerindustrie geliefert, damit sie diese testweise nutzen und Verbesserungsvorschläge einbringen konnten.

Basierend auf dem Feedback dieser grossindustriellen Unternehmen konnten wir unser Produkt natürlich für die serielle Produktion weiterentwickeln und optimieren. Damit erweitert sich dann natürlich auch der Kreis potenzieller Kunden – und das weltweit.

Wie erklärst du dir den rasanten Erfolg eures Start-ups?

Er liegt zum einen an dem bisher geringen Wettbewerbsverhalten an diesem Markt, zum anderen an der Einzigartigkeit unseres Projekts. Natürlich sind wir nicht das einzige Start-up-Unternehmen, welches sich mit der Entwicklung und Umsetzung von Drohnen auseinandersetzt, jedoch fokussieren sich die anderen Entwickler zumeist auf die Verwendung zum Zwecke der Unterhaltung oder des Geographic Mapping im Outdoor-Bereich.

Unsere Drohnen hingegen sind die ersten kollisionstoleranten Drohnen, die auch im Indoor-Bereich, also in komplexen und engen Räumen, betrieben werden können. Ausserdem gibt es bisher noch keine vergleichbare Technologie, die so wie unsere konzipiert wurde.

Denn bei der Navigation unseres Flugobjekts wird keine Expertise eines ausgebildeten Piloten vorausgesetzt.