In welcher Branche werden aktuell die meisten Startups gegründet?
Ganz klar im Internetbereich. Hier sind die Einstiegsbarrieren tief, das heisst, es braucht keine grossen Investitionen, um zu starten. Zudem bieten Internetlösungen in vielen Branchen ein grosses Potenzial für neue Geschäftsmodelle und zusätzliches Wachstum. Hier besteht deshalb ein grosser Nachholbedarf.

Daneben entstehen im Bauwesen traditionellerweise viele Startups. In diesem Bereich sind es vor allem Handwerker, die aus einer Anstellung in die Selbstständigkeit wechseln.

Wie gelingt der Weg von der Idee zur Umsetzung eines Startups?
Das wichtigste ist die Planung, besonders, wenn man bei null startet. Basis für ein erfolgreiches Geschäft ist deshalb ein realistischer Businessplan, der auf drei Jahre ausgerichtet ist. Hier passieren die meisten Fehler. In der Regel werden zu hohe Einnahmen und zu geringe Ausgaben kalkuliert. Dann wir die Luft rasch dünn.

Das dürfte mit ein Grund sein, weshalb nach 5 Jahren die Hälfte aller Startups wieder verschwunden ist. Oft ist aber auch das Zwischenmenschliche ein Problem. Ein Gesellschaftervertrag, welcher die Rechte und Pflichten aller Beteiligten regelt, kann hier helfen, schwierige Situationen zu entschärfen.

Wie schnell lässt sich die Idee zur Unternehmensgründung umsetzen?
In der Regel dauert es mindestens 2 bis 3 Monate, bis eine Firma steht. Das umfasst die Phase von der Idee über den Businessplan, die Kapitalbeschaffung bis zum Eintrag ins Handelsregister. Am meisten Zeit nimmt die sorgfältige Erarbeitung eines Businessplans in Anspruch. Der Eintrag ins Handelsregister hingegen ist eine schnelle Sache – mit einem Expressverfahren ist ­dies in 7 bis 10 Tagen erledigt.

Welche Chancen bietet die Gründung eines Startups?
In den Gesprächen mit den Firmengründern stossen wir immer wieder auf drei klassische Motivationen. Die erste ist die Unabhängigkeit. Gründer von Startups wollen ihre eigenen Chefs sein und aus der Anstellung im klassischen Sinne ausbrechen. Die zweite ist die Umsetzung einer Geschäftsidee, die immer am Anfang einer Firmengründung steht. Und die dritte Motivation ist natürlich das Geld. Man erhofft sich, mit einer eigenen Firma mehr zu verdienen als in einem Anstellungsverhältnis.

Über welche Risiken sollte sich ein Startup-Gründer im Gegenzug bewusst sein?
Vor allem der Anfang, bis das Geschäft einmal läuft, ist nicht immer ganz einfach. Häufig muss man mehr arbeiten als bisher und dabei Lohneinbussen in Kauf nehmen. Insbesondere wenn sich das Geschäft nicht so entwickelt wie erhofft, hat man da in der Regel weniger finanzielle Sicherheit.

 

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