Drei wichtige Player spielen bei der Förderung von Start-ups in der Ostschweiz eine tragende Rolle: Die Stadt St. Gallen unterstützt das neue Technologie- und Innovationszentrum auf dem ehemaligen Tagblatt-Areal an der Lerchenfeldstrasse, das Ende Jahr eröffnet wird. Dort entsteht das «Feld 3». Darin gebündelt werden verschiedene Institutionen in den Bereichen Jungunternehmen, Innovation sowie Wissens- und Technologietransfer. Das «Startfeld» wiederum ist die übergeordnete Institution zur Förderung von Innovationen und Jungunternehmertum in der Ostschweiz und im internationalen Bodenseeraum. Gemeinsam mit der Universität St. Gallen, der Fachhochschule St. Gallen, der Empa sowie der Stadt St. Gallen wurde die Plattform 2010 gegründet. Ziel ist es, durch einen aktiven Support und eine enge Begleitung innovative, ambitionierte Jungunternehmen zu fördern. Das «Startfeld» stützt sich auf drei Grundpfeiler: Beratung und Coaching, Finanzierung in der Startphase über die Bereitstellung von Frühfinanzierungsgeldern für junge Unternehmer sowie Bereitstellung von Raum und Infrastruktur wie das «Feld 3». «Startfeld» ist rund um den Säntis aktiv und unterhält in der Region Rapperswil sowie im St. Galler Rheintal Anlaufstellen für Gründungsinteressierte.

Attraktiver Standort

Der dritte Player nennt sich «IT St. Gallen rockt!» und ist offizieller ICT-Cluster der St. Gallen Bodensee Area. Die Initiative ist ein Zusammenschluss von ICT-Unternehmen, Bildungsinstituten, Netzwerkpartnern und der öffentlichen Hand. In der Wirtschaftsregion St. Gallen Bodensee Area beschäftigen knapp 2000 ICT-Unternehmen rund 15000 Mitarbeitende. Dies macht die Gegend zu einem der attraktivsten Schweizer Standorte für die Branche. Die St. Gallen Bodensee Area ist die offizielle Zusammenarbeit der Kantone St. Gallen, Thurgau und beider Appenzell zur internationalen Positionierung des Wirtschaftsraums zwischen Zürich und München. Sie liegt strategisch gesehen günstig im Viereck München-Stuttgart-Zürich-Mailand. Der internationale Flughafen Zürich ist in weniger als einer Stunde zu erreichen.

Studierende aus aller Welt

Die Region Ostschweiz sei überschaubar und die verschiedenen Akteure seien untereinander gut vernetzt, sagt Andreas Fischler, CEO der Frontify AG. «Das Einzugsgebiet für unternehmerische Talente ist gross und reicht bis nach Süd-Deutschland und Vorarlberg, zudem herrscht auf dem Arbeitsmarkt weniger Konkurrenz als etwa in Zürich.» Auch die Universität St. Gallen (HSG) mit ihrer langen Tradition und dem internationalen Ruf sowie die stark wachsende Fachhochschule St. Gallen (FHS) seien unerschöpfliche Quellen für talentierte Leute.

Konkurrenzumfeld nicht sehr gross

Die HSG als führende Wirtschaftsuniversität ziehe Studierende aus der ganzen Welt an, betont Fischler. Die Hochschulen für Technik in Rapperswil (HSR) und Buchs (NTB) sowie die FHS wiederum bieten ein breites und international vernetztes Ausbildungsangebot mit technischen Ausrichtungen an. Ein wesentlicher Faktor, so Fischler, seien aber auch die starken Firmen der Region, welche Lehrstellen offerieren und die Praxisausbildung leisten. Die Region profitiere zudem davon, dass das Konkurrenzumfeld in der Ostschweiz nicht sehr gross ist und die Bevölkerungsdichte deutlich kleiner als in anderen Wirtschaftsräumen der Schweiz. Ideale Voraussetzungen für innovative Start-ups, sagt Fischer.