Daniela Beccarelli hat sich vor knapp zwei Jahren mit ihrem Hundecoiffuresalon «Pascha» selbständig gemacht. «Bereits während meiner Ausbildung zur Hundecoiffeuse war mir klar, dass ich mich selbständig machen werde», sagt er. Der Weg zur Selbständigkeit bringt jedoch immer viele Fragen und Unsicherheiten mit sich. Umso wichtiger, sich Unterstützung herbeizuziehen. «Als sehr hilfreich habe ich die Beratung durch startup.ch und durch meinen fachkundigen Sohn empfunden. Denn anfänglich muss man an so vieles denken, sei dies der Aufbau einer Website oder die Beschaffung des ganzen Zubehörs», sagt Beccarelli. Eine Herausforderung sei es gewesen, eine kompetente Mitarbeiterin zu finden. «Doch ich habe Glück gehabt und eine sehr gute Hundecoiffeuse gefunden», so Daniela Beccarelli abschliessend.

 

 

Freunde haben mitfinanziert

Auch Peter Graf hat mit Urban Rider seinen Traum von der Selbständigkeit verwirklicht. «Bevor wir loslegen konnten, mussten wir einige Abklärungen treffen. Als erstes natürlich, ob unsere Idee von Singlespeed Bikes, die man online konfigurieren kann, in der Schweiz schon umgesetzt wird.» Dies war nicht der Fall und damit der Weg zum eigenen Start-up frei. «Nun galt es, einen Fahrradhersteller zu finden, eine geeignete Geschäftslokalität und nicht zuletzt musste die Finanzierung sichergestellt werden. Hier haben uns Freunde unterstützt.»

Dennoch nennt Graf die Finanzierung als besondere Herausforderung. «Wir hatten zwar Eigenkapital, mussten dieses aber in unsere Produkte und in die Infrastruktur investieren. Zudem stellt auch die Finanzierung des Wachstum eine Herausforderung dar, da das operative Kapital meist gebunden ist.» Peter Graf rät anderen Start-ups, eine klare Vision zu haben, durch die man sich von der Konkurrenz absetzen kann. «Man muss seine Ideen aktiv, überzeugend und persönlich vermarkten.»

 

 

Herzblut nötig

René Da Rold arbeitete bis vor einem Jahr noch im Business Development eines klassischen Telekomunikations-Grossunternehmens. «Irgendwann stellte ich mir die Frage, welche anderen Möglichkeiten ich noch habe. Obwohl ich meinen Job sehr gerne machte, mit vielen tollen Leuten zusammen arbeiten durfte, entschied ich mich dafür, etwas ganz anderes zu machen – nämlich Filme». Tatsächlich macht Da Rold bereits seit 1998 Filme für Private, Hochzeiten und Geschäftskunden. «Davon zu leben, ist natürlich nochmals etwas ganz anderes.» Das absolut wichtigste zur Gründung eines eigenen Unternehmens ist seiner Meinung nach die eigene Gesundheit und eine klare Vision vor Augen zu haben. «Man muss mit viel Herzblut hinter seiner Idee stehen. Mein Motto lautet: nicht warten, alles ist möglich.» Für die Gründung eines Unternehmens rät Da Rold, sich von Firmen wie etwa Startups.ch beraten zu lassen.

ANNA BIRKENMEIER