Die Geschäftsidee ist geboren, das Team steht. Jetzt folgt die Planung der Finanzen, also Umsatz, Kosten, Kapitalbedarf, Liquidität und Finanzierung. Wie geht man hier den üblichen Stolpersteinen aus dem Weg?  

 

Fehler vermeiden

Eine zu optimistische Planung auf der Einnahmenseite ist ein Fehler, der häufig begangen wird und fatal enden kann. Dies betrifft vor allem Umsatzzahlen oder Zahlungsfristen. Hier sollte man unbedingt Puffer einbauen, damit ungeplante Absatzschwankungen oder Kunden, die mit ihren Zahlungen im Rückstand sind, nicht gleich das Ende für das Unternehmen bedeuten. Zudem sollte man an Kautionen wie Mieten oder Telefonanschlüsse denken – diese müssen noch vor Aufnahme der Geschäftstätigkeit bezahlt werden. Obwohl jeder Jungunternehmer bestrebt sein wird, die Kosten vor allem in der Anlaufphase eines Geschäfts tief zu halten, kommt man um bestimmte Ausgaben allein schon aus rechtlichen Gründen nicht herum.

 

Kosten einplanen

Diese betreffen hauptsächlich Versicherungen und Sozialabgaben, welche jedoch wiederum stark von der gewählten Rechtsform abhängen. So fallen in jedem Unternehmen, also auch in Einzel- und Kollektivfirmen AHV- und IV-Beiträge an. Bei Aktiengesellschaften und GmbHs fallen zudem obligatorische Unfallversicherungen an, die für alle Mitarbeiter abgeschlossen werden müssen. Weiter ist in diesen Firmen für alle Mitarbeiter mit einem Jahreslohn von mehr als rund 20'000 Franken der Beitritt zur Pensionskasse des Unternehmens obligatorisch. Hier gibt es grosse Unterschiede bei den angebotenen Risiko- und Vorsorgeplänen und den damit verbundenen Beiträgen und Prämien. Hier sollte man unbedingt mehrere Angebote vergleichen. Hinzu kommen freiwillige Versicherungen wie Krankentaggelder oder Ergänzungen zum obligatorischen Schutz. Bei allen Versicherungen sollte man daran denken, dass in vielen Fällen die Prämien bereits vorab für das folgende Kalenderjahr bezahlt werden muss.

ANNA BIRKENMEIER