Welche Faktoren bestimmen die berufliche Vorsorge?
Das Unternehmen, dessen Tätigkeitsgebiet und die Mitarbeiterstruktur sind die ausschlaggebenden Faktoren.  Einen grossen Einfluss haben auch die gesetzlichen Vorgaben (Mindestleistungen, Mindestzins und BVG-Umwandlungssatz). Das Alter des Personals spielt eine Rolle sowie die Leistungen. Je älter die versicherte Person und je höher der Lohn, desto höher ist der Beitrag zur Vorsorge.

Existieren spezielle Risiken für ein Start-up bei der beruflichen Vorsorge?
Nein. Für Start-ups sind jedoch in der Regel Kosten häufig ein zentrales Anliegen. Deshalb ist eine Vollversicherung die ideale Lösung. Versichert werden mit dieser Variante alle Risiken. Eine Kapitalgarantie gehört dazu. Zudem schützen strenge gesetzliche Vorschriften das Alterskapital zu 100 Prozent.

Wie gross ist der zeitliche und administrative Aufwand?
Der administrative Aufwand hängt davon ab, welche BVG-Lösung gewählt wird und wie stark das Unternehmen von einem Berater oder Treuhänder unterstützt wird. Zeit einsparen lässt sich auch durch eine Online-Lösung. Damit wird die Administration online selbstverwaltet. Beide Möglichkeiten reduzieren den Aufwand für ein Unternehmen.

Mit welchen Kosten muss ein Start-up für die berufliche Vorsorge rechnen?
Von grosser Bedeutung für die Höhe der Kosten sind die Branche, die Anzahl Mitarbeiter, das Durchschnittsalter und das Salär. Beispiel Architektur GmbH: Architekturbüro mit 2 Architekten (Mann, Frau), Rechtsform GmbH. AHV-Löhne von je CHF 90 000.–. Leistungen gemäss BVG-Minimum (gesetzliche Mindestanforderungen). Kosten Architektur GmbH: Sparbeiträge: CHF 11 853.–, Übrige Beiträge (für Risikoleistungen und Verwaltungskosten) CHF 2799.–

Wie setzen sich diese Kosten zusammen?
Die Kosten beinhalten den Sparbeitrag für die Altersrente, die Risikoprämie für die Risiken Tod und Invalidität sowie die Kostenprämie für die Administration.

Kann bei der beruflichen Vorsorge Geld gespart werden?
Ja, das ist möglich. Es lohnt sich, vor dem Vertragsabschluss verschiedene Offerten zu vergleichen. Abhängig von der Risikobereitschaft eines Start-ups kann zwischen unterschiedlichen Lösungen gewählt werden. Falls ein «Sorglospaket» gewünscht wird, eignet sich die Vollversicherung am besten. Falls das Unternehmen gewisse Risiken übernimmt, gibt es sogenannte teilautonome oder autonome Lösungen. Diese sind oft günstiger als eine Vollversicherung, dafür wird beispielsweise das Anlagerisiko selbst getragen. Sparen kann man auch bei den Steuern: Mit dem Einkauf von Vorsorgelücken, die dann von den Steuern abgesetzt werden. Ferner kann der Arbeitgeber seine künftigen Beiträge bereits heute vorschiessen und auf einem separaten Konto führen lassen. Die so geäufneten Beiträge kann er von der Steuer abziehen.