Michael Boguslaw ist seit 22 Jahren rauchfrei. «Es ist nicht so, dass ich etwas entbehren müsste, während andere ihre Zigaretten geniessen. Im Gegenteil: Es ist ein Genuss, nicht rauchen zu müssen», sagt er.

Aufhören ist einfach …

Heute ist Boguslaw Rauchstopp-Trainer. Er sagt: «Häufig wird den Teilnehmern erst ein bis zwei Wochen nach dem Rauchstopp bewusst, wie stark die Zigaretten ihren Alltag beeinflusst haben. Die eigenen Sucht-Mechanismen zu verstehen, ist eine der wichtigen Grundlagen, um erfolgreich und endgültig aufhören zu können.»

Die Rauchpausen entfallen und die Mitarbeitenden sind gesund und leistungsfähig

Statistisch betrachtet rauchen in der Schweiz 27 Prozent der Bevölkerung. Doch mehr als die Hälfte davon möchte eigentlich damit aufhören. «Dank der Begleitung im Training findet jeder seinen individuellen Lösungsweg», sagt Boguslaw.

Doch hier ende die Geschichte nicht. Immer wieder könne es einen Auslösemoment geben, in dem diese Stimme kommt, die sagt, nur eine, eine einzige Zigarette.

«Die meisten Raucher haben es auch schon mal geschafft aufzuhören; rauchen jetzt aber wieder. Aufzuhören ist nicht so schwierig wie nicht wieder anzufangen», sagt Boguslaw. «Ausrutscher können immer mal passieren, das ist menschlich. Hier hilft das im Training erworbene Rüstzeug und die individuelle Begleitung. Darin liegt der Unterschied zu gescheiterten Aufhörversuchen im Alleingang», sagt der Rauchstopp-Trainer.

Unternehmen können helfen

Für ihn gehört das Thema deshalb unbedingt in ein Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) von Unternehmen. «Eine Firma, die ihren rauchenden Mitarbeitenden ein Rauchstopp-Training ermöglicht, hat nur einen geringen Aufwand», sagt er.

«Doch der Gewinn ist auch für sie sehr gross: Die Rauchpausen entfallen und die Mitarbeitenden sind gesund und leistungsfähig.» Die Herausforderung sei es, die Raucher überhaupt für ein Training zu gewinnen.

Die Hemmschwelle sinkt, wenn das Training während der Arbeitszeit stattfindet und von der Firma unterstützt wird. Ausserdem berichten Teilnehmer, dass die Unterstützung als Vertrauensbeweis des Arbeitgebers erlebt wird und deshalb beim späteren Durchhalten anspornend wirkt», sagt Boguslaw.