Welche Medien setzt die Post für den Dialog mit den Zielgruppen ein?
Grundsätzlich nutzt die Post alle On- und Offline-Werbekanäle. Entscheidend dabei ist, dass nicht immer alle Kanäle gleichzeitig eingesetzt, sondern abhängig von der Zielgruppe eine angemessene Ansprache und die passenden Kommunikationskanäle definiert werden. Eine wichtige Rolle im Dialog spielt natürlich auch der Kanal, den wir selber im Fokus haben: Direct Marketing beziehungsweise. der Brief.

Weshalb ist der Brief wichtig?
Studien belegen, dass neun von zehn Briefen geöffnet werden. Das schaffen Sie mit keinem E-Newsletter. Zusätzlich spricht der Brief alle Sinne an. Er ist ein Medium zum Anfassen, zum Anschauen oder sogar zum daran Riechen. Letzteres wird mithilfe von Duftstoffen erzielt. Ausserdem kann ein Warenmuster beigelegt werden. Deshalb bleiben Inhalt und Marke stärker im Gedächtnis des Kunden haften. Gemäss der WEMFWerbestatistik liegt der Anteil der Werbeausgaben für physische Werbesendungen am gesamten Werbemarkt in den letzten zehn Jahren zwischen 20 und 25 Prozent. Dies beweist: Der Brief wirkt und deshalb ist er wichtig.

Ist mit dem Brief eine individualisierte Ansprache möglich?
Selbstverständlich. Eine individualisierte Ansprache bedingt allerdings, dass Absender ihre Zielgruppe beziehungsweise ihre Kunden namentlich kennen. Zusätzlich sind korrekte Adressen zentral. Ist das nicht der Fall, führt das zu Streuverlusten in der Zielgruppe. Im Umgang mit korrekten Adressen steht die Post mit diversen Adressaktualisierungsleistungen gerne beratend zur Seite. Eine individualisierte Ansprache kann auch mittels einfacher, adressierter Postkarte erfolgen.

Lässt sich Direct Marketing überhaupt mit digitalen Kanälen kombinieren?
Auf jeden Fall. Es wäre ein Irrtum zu glauben, dass eine junge Zielgruppe ausschliesslich digital angesprochen werden will. Auch die Jungen erhalten gerne physische Werbesendungen, was eine aktuelle Studie der ZHAW belegt. Direct Marketing lässt sich somit ideal für crossmediale Aktivitäten nutzen. Mittels eines physischen Katalogs starten beispielsweise Distanzhändler ihre Kundenansprache, weil eine physische Sendung das stärkste Kauf-Animationsmittel darstellt. Kombiniert mit Online-Instrumenten wird dann der Kauf direkt im Online-Shop des Unternehmens gefördert.