Coworking Spaces sind denn nicht aus einer Bürokultur heraus entstanden, sondern aus der Kaffeehauskultur. «Das Silicon Valley gilt als Heimat der Coworking Spaces.

Hier ist vor zwölf Jahren das erste entstanden. Freelancer, die tagelang in Kaffeehäusern verbrachten, um dort zu arbeiten und Gleichgesinnte zu treffen, legten den Grundstein für Coworking Spaces», sagt Jenny Schäpper-Uster, Initiantin von Coworking Switzerland.

« Egal, wo man auf der Welt in einem Coworking Space arbeitet, man fühlt sich willkommen »

Die Idee dahinter: Offene Räume für neue Gedanken in einer ungezwungenen Atmosphäre. Möglichst viele Menschen mit unterschiedlichen Berufen sollen in einem Raum zusammenarbeiten und sich gegenseitig mit kreativen Ideen und Impulsen versorgen.

Jenny Schäpper-Uster bezeichnet sich bewusst als Gastgeberin, denn es liegt ihr am Herzen, dass sich ihre Gäste im Space wohlfühlen. «Ich wollte einen Ort erschaffen, an dem ich selber gerne arbeite, an dem Ideen gefördert werden. Das ist mir hier gelungen.»

Mehr als ein Arbeitsplatz

«Im Coworking Space treffen sich Leute auf einer persönlichen, informellen Ebene. Man kennt sich, ist per DU und sucht den Austausch untereinander. Egal, wo man auf der Welt in einem Coworking Space arbeitet, man fühlt sich willkommen», sagt Safak Korkut Mitglied bei Coworking Switzerland.

Gleichzeitig steht in einem Coworking Space alles zur Verfügung, was man für den Büroalltag braucht: WLAN, Sitzungszimmer, Schreibtisch, Drucker. Der grosse Unterschied: Es herrscht keine trostlose Büroatmosphäre, sondern eine lebendige, inspirierende Arbeitsatmosphäre.

«Wir machen auch immer wieder Events und Workshops, um einerseits die Community zu fördern und andererseits auf die Arbeitsform Coworking aufmerksam zu machen. Für viele ist Coworking noch immer ein unbekannter Begriff», weiss Safak Korkut.

Flexibilität wird grossgeschrieben

Inzwischen sind es nicht nur Freelancer, die Coworking Spaces nutzen. «Das Publikum ist bunt durchmischt. Dazu gehören etwa Pendler, die lange Arbeitswege umgehen möchten, oder Selbstständige, die das Homeoffice satt haben. Die Nachfrage ist stark am Steigen», so Jenny Schäpper-Uster.