Die individuelle Mobilität ist für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung eines Landes von grosser Bedeutung – sie ist aber auch einer der grössten Verursacher klimaschädlicher CO₂-Emissionen. «Personenwagen, insbesondere Fahrzeuge mit hohen jährlichen Laufleistungen, zählen zu den grössten Verursachern klimaschädlicher CO₂-Emissionen», erklärt Christian Bach, Abteilungsleiter Verbrennungsmotoren Empa. Um diese Emissionen zu senken, müssen verschiedene Treibstoffe und Antriebe bezüglich ihrer Klimabelastung verglichen werden. «Man kann davon ausgehen, dass ein Motor den gleichen Wirkungsgrad aufweist, egal, ob er mit Benzin, Erdgas/Biogas oder E85 betrieben wird. Für die CO₂-Emissionen ist deshalb primär der Kohlenstoffgehalt der Treibstoffe entscheidend. Erdgas, aus Abfällen hergestelltes Biogas und E85 haben hier die Nase vorn», so Bach.

Variabler Einsatz ist entscheidend

Dieselfahrzeuge schneiden beim Verbrauch etwas besser ab als Benzinfahrzeuge. Hybridfahrzeuge sind trotz höherem Leergewicht sparsamer als konventionelle Fahrzeuge, weil sie Bremsenergie rekuperieren können. Der Verbrauch von Elektro- und/oder Plugin-Hybridfahrzeugen ist stark von der Fahrweise abhängig. Im Stadtbetrieb kann der Verbrauch 3-Mal niedriger sein als bei einem Benzinfahrzeug – auf der Autobahn nehmen die elektrischen Verluste aber zu, so dass der Verbrauchsvorteil deutlich abnimmt. Berücksichtigt man zudem die höheren Verluste für die Herstellung der Elektrizität im Vergleich zu Benzin, Diesel oder insbesondere Erdgas oder die für die Fahrzeugheizung erforderliche Energie, so verringert sich der energetische Vorteil elektrischer Antriebe weiter deutlich. Nochmals Christian Bach: «Am meisten erreicht man, wenn die Antriebe dort eingesetzt werden, wo sie ihre Vorteile haben: Elektroantriebe für kleine Pendler- und Stadtfahrzeuge, Erdgasantriebe bei Mittelklasse-Personenwagen und Gewerbefahrzeugen, Hybridantriebe bei Geländefahrzeugen, Diesel für Langstrecken- und Nutzfahrzeuge. Bei Spezialanwendungen wie Kommunalfahrzeugen oder Bussen sind sogar Wasserstoffantriebe kurz- bis mittelfristig denkbar.»