Für ein Unternehmen empfehle es sich, so viel Volumen wie möglich bei einem kompetenten und leistungsfähigen Partner zu bündeln, sagt Markus Lerch, Leiter Regional Fleet Sales und Vizedirektor AMAG Automobil- und Motoren AG – und zwar im Rahmen einer langfristigen Zusammenarbeit. Bei der Erstellung eines Mobilitätskonzepts sei eine Firma gleich mehrfach mit Zielkonflikten konfrontiert. «Die Erfahrung zeigt, dass trotz zahlreicher rationaler Elemente im Endeffekt auch emotionale Faktoren eine Rolle spielen.» Im Sinne eines effizienten und professionellen Evaluationsverfahrens als Grundlage für ein Mobilitätskonzept sei es daher sinnvoll, massgebliche Elemente klar zu definieren. Etwa ein Budget für eine monatliche Full-Service-Leasingrate, eine Energie-Effizienz-Kategorie oder Grundsatzentscheide zum Antrieb, so Lerch.

Bedürfnisse abholen

Das gewählte Mobilitätskonzept müsse in der Umsetzung simpel sein, so dass sich die Mitarbeitenden möglichst auf ihre Kernaufgaben konzentrieren können, betont Markus Lerch. Gleichzeitig sei es enorm wichtig, «die konkreten Bedürfnisse der Nutzer beziehungsweise der Dienstwagen-Fahrer abzuholen.» Dieser Prozess möge auf den ersten Blick aufwändig erscheinen, bringe jedoch verschiedene Vorteile mit sich. «Das Risiko, dass elementare Must-Ausstattungen übersehen werden, kann dadurch minimiert werden.» Eine Firma müsse sich darüber im Klaren sein, dass sich im Fahrzeugreglement (Car Policy) getroffene Entscheidungen in den Kosten widerspiegeln. «Grössere Reifen etwa wirken sich nicht nur auf den Reifenpreis aus, sondern auch auf den Treibstoffverbrauch.»

Optimale Organisation

Der Beratungsbedarf beginne bei der Erarbeitung der Car Policy und des Mobilitätskonzepts, betont Markus Lerch. Der Fahrzeugkauf das Dienstleistungsangebot seien eine logische Konsequenz davon. «Es geht also darum, Firmenkunden konkrete Konsequenzen und Fakten bezüglich Service und Dienstleistungsumfang frühzeitig zu kommunizieren und darzustellen.» Erfahrungsgemäss dreht sich zum Zeitpunkt der Beschaffung vieles um den Preis. Danach sind die Fahrzeuge aber bis zu vier Jahre täglich im Einsatz. «Wo erhalte ich Wartungsdienstleistungen, wo den besten Reifenservice, was passiert bei einem Schadensfall. Solche Fragestellungen lösen Prozesse aus, die optimal organisiert sein sollten, denn auch hier liegt relevantes Optimierungspotenzial», gibt Lerch zu bedenken. Indem die Flottenabläufe optimal auf den Kunden beziehungsweise das Unternehmen zugeschnitten sind, könnten diese unabhängig von der Betriebsgrösse effizient und kostenoptimert abgewickelt werden, betont Markus Lerch. Es komme auch darauf an, wie viel Zeit eine Firma selbst in das Thema Flottenmanagement investieren wolle. «Manche Unternehmen haben einen eigenen oder gleich mehrere Flottenmanager, andere wiederum beauftragen damit einen Firmenmitarbeiter im Nebenamt.» Ab einer bestimmten Anzahl Fahrzeuge sei die Flotte aber zu gross, was sich ­für die Kosten und das Image als relevant erweise. «Hier kann die Verantwortung für die Firmenflotte nicht im Neben­job getragen werden», fasst Lerch zusammen.