Herr Rieder, wie können ökologische, ökonomische und soziale Aspekte in Einklang gebracht werden?
Heute wird Nachhaltigkeit als Zukunftskonzept für das Bestehen eines Unternehmens in einem sich dauernd verändernden Umfeld verstanden. Nachhaltigkeit wird folglich nicht nur als Kostenfaktor, sondern vor allem auch als Wettbewerbsfaktor betrachtet. Für das Mobilitätsmanagement bedeutet dies konkret, dass ein nachhaltiges Flottenkonzept alle drei Aspekte integriert: Neben ökonomischen und ökologischen Faktoren stehen also auch soziale Aspekte im Fokus. Nicht zuletzt stellt die Flottenpolitik eines Unternehmens einen hohen Imagefaktor nach innen und aussen dar.

Das tönt nach grossen Herausforderungen.
Das ist in der Tat so. Da die Herausforderungen an zukunftsorientierte Mobilitätslösungen sehr vielschichtig sind, braucht es ein breites Wissen in ganz unterschiedlichen Fachbereichen. Die perfekte Abstimmung von Strategie, Konzeption, Prozessen, internen und externen Reglementen und Weisungen ist der Schlüssel für eine erfolgreiche und für alle Beteiligten faire Mobilitätslösung. Es empfiehlt sich deshalb, das Flottenmanagement an einen externen Dienstleister auszulagern. Dabei spielt eine sorgfältige Beratung eine grosse Rolle. Mit den Bereichen Fleetconsulting – das heisst betriebswirtschaftliche Analyse, Car Policies und Prozesse – und Mobilitätsentwicklung in den Bereichen Nachhaltigkeitsanalysen und Nachhaltigkeitsberatungen sowie Konzepten zur Umweltbilanz und Schulungen stehen bei uns hochqualifizierte Experten für eine nachhaltige Lösungsentwicklung bereit. Sie haben ausschliesslich die optimale Lösung für den Kunden im Fokus und können aus kommerzieller Sicht auch vordergründig widersprüchliche Lösungen vorschlagen. Sollen zum Beispiel 100 Fahrzeuge beschafft werden, haken sie nach und stellen die Frage in den Raum, ob auch weniger Fahrzeuge ausreichen könnten und ob es Alternativen gibt.

Welche Strategien sind denn sinnvoll und zahlen sich am Schluss auch aus?
Die betriebswirtschaftlichen Vorgaben des Unternehmens und die Kosten stehen im Hauptfokus. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, sollten die zu erwartenden Kosten des Fahrzeugbetriebs im Voraus bekannt sein und nutzungsgerecht optimiert werden. Die ideale Strategie ist der Vollkostenansatz, d.h. «Total Cost of Ownership» (TCO), der die Kosten des Fahrzeugbetriebs in ihrer Gesamtheit angibt. Werden diese Kosten dann auch noch im Voraus durch den Flottendienstleister über die Vertragslaufzeit garantiert, sorgt dies für finanzielle Planungssicherheit.

Soweit so gut. Wie aber komme ich als Kunde zum nötigen Know-how?
Heute getroffene Entscheidungen sollten die künftigen Anforderungen berücksichtigen und Nachhaltigkeitsvorgaben antizipieren. Hier ist das Know-how von Fachleuten gefragt. Wir setzen uns seit sechs Jahren mit Nachhaltigkeitsfragen im Flottenbetrieb auseinander, beschäftigen fünf Mitarbeitende im Bereich Mobilitätsentwicklung und betreiben ein Kompetenzcenter Nachhaltigkeit.

Die höchste Motivation der Mitarbeitenden erreicht man durch die Erfüllung ihrer individuellen Wünsche. Gleichzeitig soll die Lösung auch für den Arbeitgeber attraktiv und bezahlbar sein. Wie gehen Sie mit diesem Spannungsfeld um?
Mit dem richtigen Partner ist es recht einfach, eine massgeschneiderte Flottenlösung zu finden, welche die Mitarbeiteransprüche weitgehend berücksichtigt. Das optimale Ziel aus Kosten- und Umweltsicht lautet hier: Abschaffung des privaten Fahrzeugs! Ist die Car Policy nach Vollkostenvorgaben, das heisst mit fixen monatlichen Kosten, aber individuellen Parametern, ausgestaltet, erfüllt sie alle Vorgaben und macht den Mitarbeitenden auch noch Spass.


Was schliesslich bringt das Outsourcing hinsichtlich Effizienz und Kosteneinsparung?
Outsourcing sorgt durch den Single Point of Contact für einen geringeren administrativen Aufwand und effiziente Prozesse sowie für eine klare Umsetzung der Fahrzeugpolitik. Die Firmen können sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und von einer Kostenersparnis bis zu 20 Prozent gegenüber einer inhouse-Lösung profitieren. Skaleneffekte in der Beschaffung und Wartung sowie fachmännisches Rechnungs-, Schadens- und Datenmanagement führen unter anderem zu direkten Einsparungen.