Obwohl die Schweiz verhältnis­mäs­sig wenig Industrie besitzt, steht sie in der internationalen Rangliste der CO2-Emission auf Platz 73 relativ weit oben. Grund hierfür sind die aus Übersee importierten Lebensmittel für den Schweizer Binnenverbrauch.

Diese sorgen für einen jährlichen Schadstoff-Verbrauch von rund 5,06 Tonnen pro Kopf. Somit erhöht sich merklich der Bedarf an nachhaltigeren Lösungskonzepten, um diese Zahl zukünftig zu senken. Um die weltweit zunehmende Mobilität in eine nachhaltigere bzw. grüne Mobilität umzuformen, entwickelte die Fahrzeugindustrie in den letzten Jahren deutlich mehr Sprit sparende sowie emissionsärmere Modelle.

Eine sehr zukunftsorientierte Technologie ist beispielsweise der Leichtbau. Der materialbedingte Gewichtsverlust von Fahrzeugen verringert effektiv den Kraftstoffverbrauch. Auch mithilfe moderner und nutzlastoptimierter Lastkraftwagen ist es möglich, das Verkehrsnetz entlasten und Sprit zu sparen. Wegen des geringeren Leergewichts von LKWs kann zukünftig mehr Fracht transportiert und infolgedessen die Anzahl an Fahrten innerhalb des Fernverkehrs vermindert werden.

Der neue Mobilitätsansatz

Nicht zu unterschätzen ist ausserdem der Rollwiderstand der Fahrzeugreifen, welcher etwa 30 Prozent des Kraftstoffverbrauchs eines Fahrzeugs ausmacht. Eine Verringerung des Reifen-Rollwiderstands kann Kraftstoff sparen und die CO2-Emissionen um bis zu 7% senken.

Als Energiequelle fast aller Fahrzeuge werden energetische Kraftstoffe wie Diesel, Benzin oder Erdgas verwendet. Demgegenüber steht der neue Mobilitätsansatz zur Entwicklung von Kraftstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen, wie Biodiesel, Sonnenblumen- und Palmöl oder Jathropa-Nüssen. Diese weisen zwar eine ausgewogene CO2-Bilanz auf, jedoch besteht auch ihr wesentlicher Bestandteil aus Kohlenstoff und setzt während des Verbrennungsprozesses im Motor CO2 frei.

Die gesellschaftliche Akzeptanz von Hybrid- und Elektrofahrzeugen wird langfristig gesehen immer weiter ansteigen. Während der Inbetriebnahme eines Elektroautos werden keine relevanten Schadstoffe emittiert und es trägt somit zur Verminderung des Schadstoffausstosses bei. Des Weiteren können die Elektrofahrzeuge mit Ökostrom betrieben werden, sind relativ geräuscharm und zeichnen sich, im Vergleich zu Verbrennungsmotoren, durch niedrigere Betriebskosten aus.

Bisher haben die Akkumulatoren eine verhältnismässig niedrige Leistungs- und Energiedichte und verlieren bei winterlichen Minusgraden einen Grossteil ihrer Energie. Dennoch wird, aus energetischer Sicht, der direkte Einsatz von Strom in Elektrofahrzeugen die nachhaltigste Möglichkeit in der Zukunft sein.