Antriebssysteme im Vergleich

Heute fahren in der Schweiz fast 60 Prozent der neuen Fahrzeuge mit Benzin, knapp 40 Prozent sind Diesel-Antriebe. Die Zahl der reinen Elektrofahrzeuge (1,5 Prozent) und der Plug-in-Hybridfahrzeuge (1,2 Prozent) ist noch tief, es gibt erst ein Modell mit Wasserstoffantrieb und rund 1000 Erdgasfahrzeuge. Doch in diese Zahlen ist Bewegung gekommen.

Seit zwei Jahren und seit dem Dieselskandal gibt es wieder weniger Dieselfahrzeuge. «Dafür gibt es nun eine bedeutendere Anzahl Elektrofahrzeuge», sagt Christoph Schreyer, Leiter Mobilität beim Bundesamt für Energie (BFE).

Zum Beispiel Hybridmodelle: «Während die Batterie eines Hybrids eher klein ist und vom Motor beim Bremsen stetig aufgeladen wird, hat ein Plug-in-Hybrid eine deutlich grössere Batterie, die zu Hause aufgeladen werden kann.

So schafft er zwischen 20 und 50 Kilometer in rein elektrischem Betrieb – das ist besonders relevant, weil ein Schweizer Fahrzeug im Schnitt täglich nur 33 Kilometer unterwegs ist.»

Neue CO2-Emissionsvorschriften

Auch Erdgasfahrzeuge werde es künftig vermehrt geben und für Wasserstofffahrzeuge gibt es ebenfalls bereits zwei Tankstellen in der Schweiz. Die Autobranche arbeitet derzeit mit Hochdruck in Richtung Elektrofahrzeuge und verschiedene Hersteller wollen erhebliche Anteile ihrer Flotte bis ins Jahr 2025 mit Elektroantrieben anbieten.

«Das liegt einerseits an gesetzlichen Rahmenbedingungen», sagt Schreyer. «Im Jahr 2020 werden neue CO2-Emissionsvorschriften gültig. Sie zwingen die Importeure dazu, Elektrofahrzeuge in die Flotte aufzunehmen.»

Andererseits gründe diese Bewegung auch auf den Herstellungskosten von Elektrofahrzeugen: Die Batterien werden günstiger, die Forschung schaffe Verbesserungen und die Produktionskosten sinken dank höherer Stückzahl.