Verkehrsunfälle sind ärgerlich

Schon kleine Blechschäden verursachen in Unternehmen rasch hohe Kosten, sei es für Unfallabwicklung, Selbstbehalt oder Wertminderung und Nutzungsausfall des Fahrzeugs. Bei grösseren Schäden kommen weitere Positionen dazu: Lohnfortzahlungen, Rechtsfolgekosten oder Prämienerhöhungen.

Über allem stehen die menschlichen Schicksale: In der Schweiz werden jährlich rund 4000 Personen im Verkehr schwer verletzt – rund 200 werden getötet.

Berufsfahrer sind besonders oft in Unfälle involviert. Auf 1000 Flottenfahrer kommen jährlich 90 bis 100 kleinere und grössere Unfälle. Um diese Quote im eigenen Betrieb zu verbessern, lohnt es sich, sich mit Unfallprävention im Sinne einer Weiterbildung zu beschäftigen. Ob als Praxiskurse, als E-Learning oder als Coaching, die nachhaltigen Effekte von gezielter Prävention sind belegt.

Welche Präventionsform ist die richtige?

Um eines vorwegzunehmen: Jede Methode hat Vor- und Nachteile.

  • E-Learning - Es benötigt ein Minimum an organisatorischem Aufwand, die Themenvielfalt ist gross und Lernerfolge sind messbar. Jedoch sind gute Sprach- und EDV-Kenntnisse Voraussetzung.
     
  • Schleuderkurse machen Risikosituationen erlebbar und haben häufig einen positiven Effekt auf die Prämien. Dafür ist ihr präventiver Effekt fragwürdig, da sie reaktives Handeln vermitteln und nicht beim Verhindern von Risikosituationen ansetzen.
     
  • Dies wiederum leisten Coaching-Veranstaltungen. Sie bilden ein gutes Gefäss, um Routinen zu reflektieren und wo nötig zu durchbrechen, sind aber mit organisatorischem Aufwand verbunden und setzen ein hohes Mass an Motivation voraus.

Wen auch der präventive Effekt der Methoden unterschiedlich gross ist, so haben sie doch einen gemeinsamen Nenner: Sie fördern intern einen Austausch über das Thema Verkehrssicherheit und sorgen dafür, dass Berufsfahrer ihre Routinen dadurch vermehrt hinterfragen.

Routine führt zur Unachtsamkeit

Wenn mit der Routine die Aufmerksamkeit auf der Strasse nachlässt, steigen die Gefahren im Verkehr. Personen, die den Ausweis noch nicht so lange haben, sind vorsichtiger und befolgen die Regeln auf der Strasse besser.