In Deutschland werden zwei Drittel der in Verkehr gesetzten Autos geschäftlich genutzt. Marktstudien zeigen: In der Schweiz gibt’s im Flottenmanagement Optimierungspotenzial.

Geschäftsautos, die weniger Treibstoff verbrauchen, sparen Kosten

Durch die Umwälzung des Euro-Mindestkurses wurden Autos günstiger. Mobilitätsaufwendungen stellten in vielen Firmen einen grossen Posten dar: Branchenkenner gehen davon aus, dass eine Firma mit 100 Geschäftswagen jährlich 1,2 Millionen Franken laufende Kosten verbuchen muss.

Doch sollen die Geschäftsfahrzeuge gekauft werden? Oder geleast? Wählt eine Firma den selbstverwalteten Wagenpark, dann sind vor allem Nutzungsdauer und Verwertung von Bedeutung. Setzt man auf Leasing, sollten nachhaltig tiefe Konditionen ausgehandelt werden.

Firmen, die mit der Zeit an verschiedenen Standorten gewachsen sind, unterhalten nicht selten einen Wagenpark, der dem Wachstum nicht angepasst wurde. Kaum ein Unternehmen ist kostentransparent, was seine Mobilität tatsächlich kostet, alle Nebenkosten inbegriffen.

Noch ist die Konkurrenz unter den Flottenmanagern klein, die den Kunden das passende Mobilitätskonzept aufgrund von Kostenvergleichen vorschlagen. Lohnumwandlungs-Tools veranschaulichen die finanziellen Vorteile von Firmenfahrzeugen gegenüber dem Einsatz von Privatautos.

Unfallkosten lassen sich minimieren

Zum Flottenmanagement gehört auch das Sicherheitskonzept. Europaweit sind Verkehrsunfälle mit 39 Prozent das höchste Todesfallrisiko für Arbeitnehmer. Unfälle mit Firmenwagen können finanzielle und rechtliche Auswirkungen mit sich bringen. Um die Risiken zu minimieren, muss die Firma in diesen Bereichen aktiv werden: Erstens: Klar definierte Firmenpolitik, die Sicherheitsziele setzt. Zweitens: Regelmässige Risikobewertung der Fahrer und Fahrzeuge. Drittens: Typische Risikosituationen eruieren (Telefonieren während der Fahrt, Beladen des Autos). Viertens: Regelmässige Schulung der Fahrer.

Kein leeres Schlagwort: «Green Competence»

Internationale Zwänge, die sich abzeichnen, werden für neue Richtlinien beim CO2-Ausstoss sorgen, zulässige Werte für Schadstoffe dürften noch verschärft werden.

Eine Firma ist daher gut beraten, sich frühzeitig auf die künftigen Erfordernisse der Mobilität einzustellen. Auch wegen des positiven Nebeneffekts: Geschäftsautos, die weniger Treibstoff verbrauchen, sparen Kosten.

Noch zahlt mancher Unternehmenschef dem Mitarbeiter lieber die Kilometerspesen für den Einsatz des Privatwagens. Dabei lohnt es sich ab 10000 Kilometern finanziell, einen Geschäftswagen zur Verfügung zu stellen. Untersuchungen zeigen, dass das Firmenauto ab einem bestimmten Lohnniveau an Bedeutung für die Motivation gewinnt. In Branchen, in denen der Firmenwagen auch dessen Fahrer repräsentiert, besitzt das Auto einen besonderen Stellenwert.