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Ausnahme: Am Sonntag, den 20.11.2016 wird die Sendung „GRIP EXTREM – Die krassesten Web-Clips“ ausnahmsweise um 00:00 Uhr ausgestrahlt

Herr Malmedie, worauf sollte man bei der Auswahl seiner Flotte achten?

Oh, das ist eine gute Frage (lacht). In diesem Bereich bin ich nicht allzu bewandert, deswegen wäre ein Beruf im Bereich Flottenmanagement wohl tendenziell eher nichts für mich.

Allerdings kann ich diese Frage privat beantworten – denn wenn ich die Möglichkeit hätte, über eine Auswahl eines privaten Fuhrparks zu entscheiden, dann sähe das schon ganz anders aus … (lacht).

Ok, Sie sind ja bekannt dafür, dass Sie ein leidenschaftlicher Autofahrer sind. Wie sähe denn Ihre private Flotte aus?

Wenn ich die Möglichkeit hätte, über einen eigenen Fuhrpark nachzudenken, dann würde ich mich gar nicht erst für ein oder zwei spezielle Autos entscheiden. Denn für jede Gelegenheit eignet sich ein anderes Auto.

Ein dicker Motor ist natürlich schön - nicht nur wegen des Fahrspasses, sondern ebenfalls aus Gründen der Sicherheit

Für die Familie eignet sich beispielsweise ein Kombi, der sportliche Geländewagen ist ideal für Überlandfahrten und am Wochenende gönnt man sich ein schickes Cabrio.

In meiner persönlichen Garage müssten mindestens 20 Autos stehen, damit ich glücklich bin (lacht). Doch da dies natürlich nur ein Traum bleibt, muss man einen Spagat machen zwischen einem Auto, das möglichst alle individuellen Ansprüche erfüllt.

Und welche individuellen Ansprüche haben Sie?

Auf eine hochwertige Ausstattung lege ich sehr viel Wert. Super wichtig sind mir vor allem gute Sitze, also ein hoher, ergonomischer Sitzkomfort. Dies zahlt sich besonders auf Langstreckenfahrten aus.

Zudem würde ich auch nicht an der Musik- oder Lichtanlage sparen. Ok, eine gute Musikanlage ist natürlich Luxus, doch beim Licht ist es vor allem der hohe Sicherheitsaspekt, der mir am Herzen liegt.

Wer einmal in einem Auto mit Xenon- oder LED-Licht sass, der möchte nicht mehr zurück, da diese Scheinwerfer eine viel bessere Sicht ermöglichen.

Sicherheit ist also ein grosses Thema für Sie. Dabei kennt man Sie ja auch als einen Fan starker Motoren und quietschender Reifen …

Ja (lacht). Ein dicker Motor ist natürlich schön – nicht nur wegen des Fahrspasses, sondern ebenfalls aus Gründen der Sicherheit. Bei einem Überholmanöver zum Beispiel kann man durch einen höheren Motorantrieb natürlich viel zielgerichteter agieren.

Denn durch die Geschwindigkeit des Wagens kann ich zügig überholen und auch zügig wieder einscheren.

Wenn Sie schon den ökonomischen Aspekt erwähnen, wie wichtig sind Punkte wie Nachhaltigkeit und Verbrauch?

Oh, diese Thematik ist eine wichtige Angelegenheit für Unternehmen, die ja wirtschaftlich agieren müssen. Oft geht es hierbei um jeden Cent für Verbrauch, Unterhalt, Wartung und Service des Fuhrparks, der mit einberechnet werden muss.

Für die meisten Flotten eignen sich nach wie vor am besten Dieselmotoren, doch innerstädtisch wird schon öfter auf Elektroautos zurückgegriffen.

Inwiefern hängen Fuhrpark und Unternehmensphilosophie zusammen?

Das Auto ist ein essenzieller Bestandteil des Images. Man muss aufpassen, dass man als Gas-Wasser-Anbieter nicht mit einem Lamborghini vorfährt, da es den Kunden oft den Eindruck von «Ah, hier fliesst mein Geld also hin» vermittelt. Wichtig ist: Understatement vor dem Kunden, aber Sicherheit für den Angestellten.

Das bedeutet, man sollte ein serienmässig kleineres Auto anschaffen, also statt dem BMW 5er lieber den 3er, diesen aber mit mehr Gadgets ausstatten. Unternehmen, die in einer Stadt ansässig sind und auf Nachhaltigkeit setzen, können ausserdem auch auf Elektrofahrzeuge zurückgreifen.

Das bedeutet, Sie befürworten die neuen Technologien?

Ja, auf jeden Fall! Grundsätzlich finde ich Elektro- und Hybridmotoren wirklich gut, denn langfristig mindern sie den Geräuschfaktor des Strassenverkehrs und die Menschen müssen daraufhin wieder mehr auf den Verkehr achten.

Das ist gerade in Zeiten gut, in denen mobile Geräte uns ja des Öfteren mal ablenken, obwohl ich auch eine Handyablagefläche im Auto befürworte (lacht).

Aber was ich noch sagen wollte: Da man mich ja als «Vollgas-Menschen» kennt, kann ich sagen, dass Elektroautos so viel Antrieb haben, dass man damit locker einen Benziner abhängen kann (lacht).