Tipps

  • Sicherstellen von homogenem Verpacken, ohne Hohlräume im Ladegutträger.
  • Kein Verwenden von beschädigtem Ladungssicherungsmaterial.
  • Dem Transportmittel angepasste Sicherung der Ladung. Bei Strassen-, Bahn- und Schiffstransporten wirken unterschiedliche Kräfte auf die Ladung ein.
  • Eine dem Gewicht und der Form der Ladung angepasste Sicherung wählen.
  • Ganz wichtig: Sichern aller beweglichen Ladungsteile.

Unzählige Last- und Transportfahrzeuge sind in der Schweiz Tag für Tag auf dem Strassennetz unterwegs, damit die transportierten Güter auf dem schnellsten Weg zu ihren Kunden gelangen. Dabei kommt der Ladungssicherheit höchste Priorität zu. Von Transportgütern, die ungenügend gesichert sind, gehen zahlreiche Gefahren aus – mit fatalen Konsequenzen für die Lenker und andere Verkehrsteilnehmer.

«Bei einer Vollbremsung kann ungenügend gesichertes Transportgut die Stirnwand der Ladebrücke oder die Rückwand der Fahrerkabine durchschlagen. Bei Ausweichmanövern besteht die Gefahr, dass eine mangelhaft gesicherte Ladung kippen oder vom Fahrzeug fallen kann und im Extremfall das Fahrzeug und den Auflieger zum Umstürzen bringt», warnt Roger Welti, Mitglied der Geschäftsleitung der Coplax Verpackungen AG. Die richtige Sicherung sei immer von der Wahl des Transportmittels und des Transportguts abhängig.

«Wichtig bei der Beladung ist, dass ein Kraftschluss hergestellt wird. Lücken in der Beladung bergen Gefahren und führen in der Regel zu Schäden.» Ein praktisches Mittel, um Lücken auszufüllen, sind Luftpolster. Diese sind in Einweg- und Mehrwegausführungen erhältlich. Sie eigenen sich hervorragend zum Sichern der Ladung gegen seitliches Verrutschen und Kippen. Einzig bei spitzen Ladungsteilen ist in der Anwendung von Luftpolstern Vorsicht geboten. Antirutschmatten erhöhen den Gleitreibbeiwert zwischen Ladung und Ladefläche oder einzelnen Ladungsteilen. Alleine sind sie aber keine ausreichende Ladungssicherung.

«Das Ladegut muss in der Regel zusätzlich mit einer Niederzurrung festgemacht werden, damit die Ladung nicht aufgrund von Vibrationen die Reibhaftung verliert und quasi abheben kann», betont Welti. Zurrgurte können ausser zur Niederzurrung auch zur Direktzurrung des Ladeguts eingesetzt werden.

Höhere Kundenzufriedenheit

Eine ungenügende Ladungssicherung gefährdet den Frachtführer sowie andere Verkehrsteilnehmer und kann im schlimmsten Fall einen Verkehrsunfall verursachen. Die daraus entstehenden Folgen für den Lenker oder die Lenkerin können durchaus gravierend sein. Es drohen Massnahmen wie eine Strafanzeige, Busse, Schadensforderungen der Geschädigten, Regressionsansprüche der Versicherungen und Administrativmassnahmen wie zum Beispiel der Entzug des Führerausweises.

Stichwort Transportüberwachung: Auf dem Transportweg würden die Produkte oftmals Bedingungen ausgesetzt, welche die Qualität des Produkts ungünstig beeinflussen oder dieses beschädigen, sagt Roger Welti. Zur Transportüberwachung werden deshalb verschiedene mechanische und elektronische Stoss- und Kippindikatoren eingesetzt, welche die Beanspruchung des Transportgutes aufzeichnen. Die Vorteile von Transportüberwachungsindikatoren liegen auf der Hand.

Sie garantieren die kontrollierbare Einhaltung der Transportvorschriften der Güter von der Herstellung bis zum Endkunden. Sie verbessern zudem die Grundlage zur Auswahl von Speditionsfirmen und Transportwegen. Mit ihrer Hilfe lassen sich Zeit, Ort und Verantwortliche bei Transportschäden eruieren. Durch reduzierte Transportschäden können Kosten eingespart sowie allfällige verdeckte Transportschäden rechtzeitig erkannt werden.

Dadurch, so Welti, würde die Reklamationsquote gesenkt bei einer gleichzeitig höheren Kundenzufriedenheit. «Dank angebrachter Transportüberwachung sind Transportschäden, die durch Fallen, Kippen, Stösse, Schwingungen oder Druckbeanspruchungen entstehen, äusserlich sofort erkennbar und können in den Frachtpapieren vermerkt werden. Eine frühzeitige Reklamation beim Frachtführer erleichtert eine spätere Schadenregulierung.»

Fazit: Wer die transportierten Güter ausreichend sichert, bewahrt diese nicht nur vor Transportschäden, sondern trägt auch zu einer höheren Verkehrssicherheit bei. Wenn doch einmal etwas schief geht, helfen Transportüberwachungsindikatoren, auch verborgene Schäden zu erkennen und die dafür Verantwortlichen zu identifizieren.