Nadine Strittmatter, für Ihre internationalen Engagements als Top-Model reisen Sie oft und manchmal sehr weit. Welche Transportmittel benützen Sie am häufigsten?
Das kommt ein bisschen auf das Land an. Natürlich muss ich für weite Strecken das Flugzeug nehmen. In Los Angeles miete ich immer ein Hybrid-Auto. Hier in der Schweiz nutze ich den ÖV oder das Auto. Am liebsten und häufigsten versuche ich aber, machbare Distanzen zu Fuss hinter mich zu bringen.

Nehmen Sie in Europa auch manchmal die Eisenbahn?
Ja, gerade zwischen den Städten ist die Eisenbahn nicht nur aus umwelttechnischen Gründen sinnvoller, sondern sie ist ganz einfach schneller und angenehmer!

Sie benötigen Reservationen, Tickets, Hotelzimmer, Limousinen oder Taxis. Erledigen Sie Ihre Buchungen alle selber?
Nein, die Buchungen für Jobs macht bei internationalen Aufträgen die Agentur oder der Kunde selbst. Je nach Kunde laufen sie über meine Managerin hier in der Schweiz. Wenn ich privat unterwegs bin – ja klar!

Reisen Sie immer mit festen Terminplänen oder verschiebt sich die Weiterreise manchmal?
Feste Terminpläne? Was ist das? Nein, es ist in meinem Beruf so, dass ein fester Terminplan nicht möglich ist. Häufig laufen die Buchungen sehr kurzfristig. So kann man im Vorfeld nicht planen, und die Weiterreise kann sich schon mal verschieben …

Im Flugzeug oder im Zug: In welcher Klasse reisen Sie?
Im Flugzeug reise ich auf Kurztrips immer Economy, im Zug gerne 1. Klasse. Auf Overnight-Flügen mache ich gerne ein Upgrade, wenn ich am nächsten Morgen gleich wieder ready für den nächsten Job sein muss. Dann sind die Liegebetten in der Business Class wirklich nicht zu verachten.

Reisen Sie mit viel oder wenig Gepäck?
Privat bin ich gewohnt, mit wenig Gepäck zu reisen. Wenn ich für einen Job Sachen mitnehmen muss, dann wird es schnell viel …

Nehmen Sie Handgepäck mit an Bord oder checken Sie Ihre Koffer ein?
Das kommt drauf an, wie lange ich unterwegs bin und ob ich einen Koffer dabei habe!

Welche Art Gepäck mögen Sie am liebsten?
Ich finde die Rollkoffer praktisch.

Wie sieht die Handtasche aus, mit der Sie reisen?
Momentan habe ich meistens meine kamelfarbene, mittelgrosse Handtasche dabei. Ich habe sie letzten Winter von den zwei Schwestern Katka und Zuzka des Schweizer Labels Griesbach bekommen. Die Tasche hat die ideale Grösse und gefällt mir. Mein iPad passt perfekt rein, und es hat noch Platz für ein Buch, Wasserflasche, Lippenpflege und Organic Skincare von Weleda oder Jurilique.

Was darf auf einer Business-Reise in Ihrer Handtasche und in Ihrem Koffer gar nie fehlen?
Mein Macbook, mein Smartphone, ein gutes Buch, Kopfhörer, um Musik zu hören, Shampoo von Dobi (da bin ich heikel – ich brauche immer das, egal wo ich bin!), Lippen- und Hautpflege.  

Was ziehen Sie für Reisen an?
Meine Reisekleidung: Stretchjeans von rag and bone, ein Blazer von Helmut Lang, T-Shirt, Pulli von Isabel Marant. Auf langen Flügen habe ich Trainerhosen dabei.

Essen und trinken Sie unterwegs?
Ich trinke viel bis sehr viel Wasser. Das hilft mir, dass die Haut nicht zu stark unter den Reisestrapazen leidet. Ich esse kein Fleisch, bestelle also auf den Flügen immer das Vegimenü.

Wie lenken Sie sich ab, wenn einmal der Anschluss Verspätung hat?
Ich muss gestehen, ich bin ein Telefonjunkie … Immer dabei habe ich ein Buch, ich lese sehr viel und gerne. Ich sitze aber auch mal in einem Kaffee, lese die Zeitung und beobachte die Leute. Der Flughafen ist ein toller Ort für Peoplewatching.

Haben sich Ihre Geschäftsreisen in den Jahren Ihrer Tätigkeit als Top-Model verändert?
Ich reiste vom Start meiner Modelkarriere an sehr viel. Das war vor allem zu Beginn aufregend. Ich gewöhnte mich schnell daran und lebe damit, knapp auf den Flug zu kommen, möglichst wenig Zeit fürs Reisen einzuberechnen, und ich weiss, wie ich am schnellsten durch den Check-in komme. Ich musste also gezwungenermassen schnell lernen, einfach zu reisen. Wenn man so viel auf Flughäfen ist, dann muss man sich so einrichten, dass man sich auch auf einem Flug so gut es geht erholen kann.

Reisen Sie gerne?
Ja, sonst hätte ich den falschen Beruf.