Wichtige Faktoren

Stellen Sie sich vor, Sie müssten die finale Entscheidung für den Einkauf von mehreren Hundert Fahrzeugen für verschiedene Einsatzzwecke bei einer grossen Schweizer Unternehmung treffen. Sie haben nach erfolgter Ausschreibung verschiedene Offerten vorliegen. Bisher war die Sache ziemlich klar: Alle offerierten Fahrzeuge hatten in der Regel einen sparsamen Dieselantrieb. Mit aufwendiger Abgasreinigung und Euro 6, tiefen TCO (Total Cost of Ownership) und Emissionswerten.

Würden Sie vor dem Hintergrund der bereits länger andauernden Diesel-Debatte und eventuell bald in die Realität umgesetzter Fahrverbote in Städten andere Antriebskonzepte prüfen und in Betracht ziehen? Zum Beispiel einen sparsamen Benziner? Erdgasantrieb? Hybrid oder gleich rein elektrisch?

All diese Möglichkeiten sollten bereits heute näher geprüft werden, auch wenn die Kilometerkosten bei einem Diesel (noch) tiefer sind. Denn die TCO basieren zum Teil auf Erfahrungswerten für den Restwert. Dass Dieselfahrzeuge bereits jetzt überproportional an Wert verlieren, ist nicht einkalkuliert.

 

Trends im Flottenmanagement

Neben den verschiedenen Antriebsvarianten und deren Einflüssen auf Versicherungen, Service- und Treibstoffkosten entwickeln sich verschiedene Trends und Innovationen hinsichtlich des Flottenmanagements immer schneller.

Beispielsweise die Vernetzung des Fahrzeugs und des Fahrers durch die allgegenwärtigen Telematiksysteme, die in zahlreichen Modellen bereits serienmässig eingebaut sind und mit denen jeder Schritt beziehungsweise jeder Kilometer dokumentiert werden kann.

Diese digitale Transparenz ist einerseits besorgniserregend, andererseits bietet sie auch zahlreiche neue Möglichkeiten, um das Flottenmanagement noch effizienter, exakter und zielgerichteter zu betreiben und die Prozesse zu optimieren. Nicht nur Betreiber grosser Flotten sollten ihr aktuelles Flottenmanagement und die strategische Ausrichtung prüfen, auch auf kleinere Flotten wirken sich die Zukunftstrends aus, die eine Überprüfung erfordern.