Wer sich bewegt, braucht Energie, und für motorisierte Verkehrsmittel wird diese vorwiegend aus nicht erneuerbaren Quellen, also aus fossilen Rohstoffen, gewonnen. Rund ein Drittel des Energieverbrauchs in der Schweiz entfällt auf den Verkehr und entsprechend stark belastet dies unser Portemonnaie, aber auch das Klima und die Umwelt. Die Automobilbranche hat in der Wirtschaft eine enorme Bedeutung. Die technischen Entwicklungen haben darum einen wichtigen Einfluss auf den Klimaschutz und die Sicherheit.

Energieeffizienz der Autos

Mehr als ein Drittel der 4,4 Millionen Personenwagen in der Schweiz sind älter als zehn Jahre. Gemessen am heutigen Stand der Entwicklung sind damit 1,58 Millionen Autos völlig veraltet. Das wirkt sich nicht nur negativ auf die Sicherheit, sondern auch auf die Umwelt aus: Moderne Autos verbrauchen im Durchschnitt rund 25 Prozent weniger Treibstoff und bieten dank technischen Innovationen den Insassen besseren Schutz.

Heute sind in den 4500 Markenvertretungen über 2300 Fahrzeugmodelle erhältlich, welche den Energieeffizienzkategorien A und B angehören und durchschnittlich höchstens fünf Liter Treibstoff auf 100 Kilometern verbrauchen. Die steigenden Verkaufszahlen in diesen beiden Kategorien zeigen einen erfreulichen Trend hin zu modernen, energieeffizienten Fahrzeugen.

Welches ist der nachhaltigste Antrieb?

Die Motoren moderner Autos sind sauberer, effizienter und leiser. Ein Vergleich illustriert den Fortschritt: Ein Modell aus dem Jahre 2015 leistet 150 PS und verbraucht weniger als fünf Liter Benzin auf 100 Kilometern. Im Vergleich dazu verbrauchte dasselbe Modell aus dem Jahr 1995 mit 90 PS Leistung acht Liter Benzin. Ob Diesel, Benzin, Gas oder Strom: Die Effizienz der Motoren wird laufend verbessert – die Automobilindustrie ist eine der innovativsten Branchen überhaupt. Auch Elektrofahrzeuge werden vermehrt angeboten.

Neben der Weiterentwicklung des Hybridsystems sollen bald Verbrennungsmotoren erhältlich sein, welche die Benzin- und Dieseltechnik so verbinden, dass die wichtigsten Vorteile beider Bauarten vereinigt sind. Fachleute sind sich sicher: Auch wenn zurzeit eine gewisse Verunsicherung betreffend Dieselfahrzeugen vorhanden ist, wird sich die moderne Dieseltechnologie immer stärker etablieren. Wichtig dazu ist aber klare und transparente Aufklärung der Hersteller.

Alternativen in der Mobilität

Ein überaus effizientes Instrument für grüne Mobilität und Nachhaltigkeit ist das grüne Mobilitätsverhalten allgemein. Damit sind beispielsweise auch Halter- und Fahrgemeinschaften gedacht. So können Fahrzeuge gemeinsam genutzt oder Fahrten mit mehreren Personen absolviert werden. Das spart, insbesondere in Innenstädten, Parkraum und vermeidet Stau, besonders in den Spitzenverkehrszeiten. Ebenso wichtig sind Lösungen von Carsharing-Anbietern. Damit wird das Auto genutzt, wenn man es braucht. Ein Modell, dessen Nachhaltigkeit durchaus nachgewiesen ist.