Historisch gewachsene Fuhrparks verfügten selten über transparente und dynamische Strukturen, die ein effizientes Management der Fahrzeuge ermöglichten. Fehlende Transparenz und Kostenwahrheit führten dazu, dass weder Planung noch Controlling auf effektiven Werten basierten.

Individuelle Bedürfnisse

In der Folge entwickelte sich das Full Service Leasing zu einem klassischen Konzept, wo die Fahrzeuge von einer Leasinggesellschaft zwingend im Leasing finanziert werden. Der Kunde schliesst jeweils einen Einzelvertrag mit einer vorher vereinbarten Laufzeit und Kilometerleistung ab. Der Vertrag kann verschiedene Vertragskomponenten beinhalten (bspw. Versicherung, Strassensteuer, Wartung, Reifen, Treibstoff). Sämtliche Verträge können somit individuell auf die Bedürfnisse des Kunden hin organisiert werden. Diese Lösungen erlangten ab den 70er Jahren eine grosse Beliebtheit, insbesondere bei internationalen Konzernen. Endlich war es möglich, eine Flotte «extern», also nicht mehr selbst, zu verwalten und dabei die Kosten dieser Operation fix zu budgetieren. Die Transparenz wurde dahingehend gefördert, dass ein Vergleich der Kosten unter den Fahrzeugen und ggf. den Organisationseinheiten erstellt werden konnte.

Multi-Supply-Systeme

Erst in den späten 90er Jahren entwickelte sich das Multi-Bidding-Konzept als Antwort auf den für im Full Service Leasing fehlenden Wettbewerb. Beim Multi-Bidding-Konzept werden je nach Grösse der Flotte zwei bis drei Anbieter in den Wettbewerb gesetzt. Eine wichtige Komponente, die bis dahin dem Full Service Lease fehlte. Am Ende dieser Entwicklung stehen heute die Multi-Supply-Systeme, welche jedes einzelne Line Item des Flottenmanagements im Wettbewerb beschaffen. So werden z. B. für die Reifen mindestens zwei Reifenketten in Konkurrenz zueinander gestellt.