Businessleute verkehren täglich zwischen den Metropolen der Welt. «Ihnen ist bewusst, dass Reisen Energie und Zeit kostet und die richtige Vorbereitung und Organisation erfordert», sagt der Hypnosetherapeut Uwe Splittdorf. Kluge Vielflieger beugen deshalb unnötigem Stress vor. Splittdorf kennt sich mit Entspannungsmethoden vor, während und nach einer Flugreise aus. «Sinnvoll kann beispielsweise sein, wenn man von einem erlernten Setting profitiert. So kann etwa die Anwendung von Bachblüten zur Entspannung am Beginn der Reise ein gutes Mittel sein», rät er. Während des Fluges kann erlernte Selbsthypnose zur Erholung führen. Wichtig ist auch, dass man am Flughafen die körperliche Aktivierung steigert. «Wer anstatt das Laufband zu benützen zu Fuss zur Gepäckausgabe geht, lockert den Körper auf und steigert so sein Wohlbefinden.»

Kurzes Power Napping
Auch in der Jetlag-Phase führt die antrainierte Selbsthypnose zu einer Optimierung des geistigen und körperlichen Befindens. Und weshalb nicht zwischendurch ein kurzes Power Napping, um in die Entspannungsphase zu gehen? Nach Ansicht von Schlafforschern erhöht sich durch den kurzen Schlaf die Konzentrations-, Leistungs- und Reaktionsfähigkeit. «Kombiniert mit Hypnosetechniken ist so ein kurzfristiges Auftanken möglich, und man kann sich schneller auf neue Situationen und Begebenheiten einstellen», so Splittdorf. Gleichzeitig resultieren mehr Ruhe und Gelassenheit im Alltag und ein schnelleres Abschalten, etwa nach konzentrierter Arbeit am Notebook.

Positiv denken
Vor und nach der Reise empfiehlt der Fachmann sportliche Betätigung, leichtes Essen und autogenes Training. Hilfreich sei auch, Situationen zu ritualisieren. Gut beraten ist zudem, wer frühzeitig am Abflughafen ankommt und rechtzeitig eincheckt. Statt Zeitung zu lesen oder am Laptop zu arbeiten, empfiehlt Splittdorf, in der Lounge zu relaxen. Im Flugzeug helfen Atem- oder Entspannungsübungen. «Das bringt weitaus mehr, als sich auf dem Monitor einen Film anzuschauen.» Hilfreich sei auch, sich positiven und angenehmen Gedanken zu widmen. Wer der Kabinencrew ein ernst gemeintes Kompliment macht, sorge dafür, dass an Bord eine gute Stimmung herrscht. «Davon profitiert man umgekehrt auch als Passagier.» Dann, so Splittdorf, wird die Reise zu einem angenehmen Erlebnis. Unnötiger Stress kann vermieden werden – und die Businessreise wird zum Erfolg.