1. Kosten senken mit Fahrtrainings
Dass Fahrtrainings im Winter bei Eis und Schnee Vorteile bringen, leuchtet ein. Können jedoch Sicherheitstrainings für Fahrer von Firmenwagen für ein Unternehmen Kosteneinsparungen bringen? Einem Unternehmen entstehen mit einem Fuhrpark grundsätzlich Kosten und Risiken, die im Rahmen des Flottenmanagements minimiert werden sollen. Für Besitzer von grossen Flotten gehören zu den dringlichen Zielen, Unfälle zu vermeiden und die Kosten zu reduzieren durch Einsparungen von Treibstoff.

2. Unfälle mit Dienstwagen
Trotz der umfangreichen Sicherheitseinrichtungen neuerer Fahrzeuge wie ABS, ESP und Co, passieren immer noch viel zu viele Unfälle. Gerade Servicewagen, die schwere Ware, Kollektionen oder Technik mit sich führen, kann durch die negative Beschleunigung die Ladungssicherheit von eminenter Wichtigkeit sein. Wird ein Fahrer mit einem Dienstwagen während der Dienstzeit in einen Unfall verwickelt, entstehen dem Unternehmen nebst Umtrieben, auch administrative Kosten sowie Leistungsausfälle. Hier greift das Sicherheitstraining ein: Durch ein umfassendes und professionelles Sicherheitstraining werden die Fahrkünste verbessert, die Sicherheit gesteigert. Die Unfallzahl kann so drastisch reduziert werden und dem Unternehmen entstehen dadurch wirtschaftliche Vorteile.

3. Anforderungen an Sicherheitstrainings
Die neuen Techniken in Fahrzeugen vermitteln ein sicheres Fahrgefühl. Aber Achtung, sie verleiten oft zur trügerischen Annahme, dass mit diesen ausgereiften Fahrzeugen nichts mehr passieren kann. Was muss ein Sicherheitstraining umfassen? Hier hilft nur Praxiserfahrung weiter. Unter dem Moto «Lernen durch Erleben» in Fahrtrainings sollen sich die Fahrer von Firmenwagen die nötigen Fahrkünste aneignen. Von grosser Wichtigkeit ist dabei, dass mit dem eigenen Firmenfahrzeug geübt wird, um in den späteren reellen Fahrsituationen bestehen zu können. In fahrdynamischen Übungen auf teilweise rutschigem Belag werden die Probanden in ungefährlichen, simulierten Grenzsituationen zum Üben gebracht.

4. Fahrertraining
Aber nicht nur die Verbesserung der eigenen Fahrkünste steht im Vordergrund, auch der ökologische Umgang mit den Ressourcen soll geübt werden. In den Fahrertrainings können Fahrer lernen, wie man ein Auto dynamisch bewegt und dabei bis zu 8 Prozent Treibstoff einsparen kann. Namhafte Schweizer Firmen haben diese Trainings zu Übungen für ihre Fahrer und Fahrerinnen erklärt. Ein Training dauert einen ganzen Tag und wird mit einer Theorie und Einweisung gestartet. Auf den Fahrtrainingsstrecken wird dabei Kurvenfahren mit Gefälle geübt, Bremsen, Ausweichen auf Gleitbelag, Verhalten bei Aqua-Planing etc. Die Eco-Fahrten werden ausserdem auf einer sogenannten «Normrunde» auf öffentlichen Strassen gefahren. Hier wird ein Fahrer von einem Moderator über die Normrunde begleitet und beobachtet. Danach erhält der Teilnehmende Tipps und Anleitungen, wie er «runder fahren kann» und so Treibstoff einspart und Verbrauchsmaterialien (wie z.B. Reifen) schützt. Der Treibstoffverbrauch wird dabei in einem Vorher-Nachher-Vergleich gemessen. Ein zweites Mal wird die Normrunde nach einer Theorie-Anweisung gefahren und so kann jeder Teilnehmende selbst erfahren, wie seine Fahrkünste den Treibstoff reduzieren. Autos entwickeln sich technisch rasant weiter. Die neuen Fahrzeuge vermitteln zwar ein sicheres Fahrgefühl, jedoch verlangen sie im Umgang auch neue Kenntnisse. Gerade ein Fahrzeugwechsel bietet da eine gute Gelegenheit, sein Fahrgefühl auf neuen sicheren Boden zu stellen. Dies gilt für den privaten Lenker genauso wie für einen Kursteilnehmenden einer Fahrzeugflotte.