An den Standorten Basel, Birsfelden und Muttenz werden rund zwölf Prozent aller Schweizer Importe umgeschlagen. Diese kommen aus aller Welt über die Seehäfen Rotterdam, Antwerpen und Amsterdam und finden über den Rhein ihren Weg in die Schweiz.

Riesige Getreidesilos, grosse Lager für Benzin, Diesel und andere Mineralölprodukte und hohe Containerstapel in den Häfen zeugen von einem regen Güteraustausch und sind wichtig für die einheimische Volkswirtschaft.

Wichtige Drehscheibe für Import und Export

Die Rheinhäfen sind eine wichtige Verkehrsdrehscheibe des Landes. Im Bereich Mineralölprodukte und besonders auch im Containertransport verzeichneten die Häfen interessante Zuwachsraten.

Der Rhein ist für die Schweiz der einzige direkte Zugang zum Meer. Diese Verbindung ist mit internationalen Verträgen sogar völkerrechtlich gesichert.

Dies bestätigt auch Hans-Peter Hadorn, Experte für Binnenschifffracht und Häfen: «Jeder dritte Liter Benzin, Diesel oder Heizöl kommt mit dem Binnenschiff in die Schweiz, im Containerimport und -export wird jeder vierte Behälter via Rheinhafenterminals transportiert, mit steigender Tendenz.

Der Rhein ist für die Schweiz der einzige direkte Zugang zum Meer. Diese Verbindung ist mit internationalen Verträgen sogar völkerrechtlich gesichert. Der Weitertransport ab Schiff erfolgt landseitig zu 60 Prozent mit der Bahn und zu 40 Prozent auf der Strasse. Damit wird eine raumsparende, effiziente Bündelung und Verteilung der grossen Güterströme ermöglicht.»

Sicherheit und Umweltfreundlichkeit wird grossgeschrieben

Die Güterschifffahrt ist ein besonders umweltfreundlicher Verkehrsträger. Mit der Energie aus fünf Litern Dieselöl kann ein Binnenschiff eine Tonne 500 Kilometer weit transportieren. Der Treibstoffverbrauch – und damit auch die Emissionen aus der Verbrennung von Treibstoff – sind bei der Schifffahrt im Vergleich zu anderen Transportmitteln mit Abstand am niedrigsten. Dies liegt vor allem darin begründet, dass mit Binnenschiffen grosse Mengen mit einem grossen Transportgefäss befördert werden können.

Nicht zuletzt ist aber auch die Sicherheit ein wichtiges Argument für den Schiffstransport. Die meisten Binnenschiffe sind mit Funk und Radar ausgerüstet, weshalb sie praktisch bei jedem Wetter, Tag und Nacht fahren können. Ihre Fahrt wird auf dem Rhein via GPS laufend überwacht.