Diese müssten in Einklang gebracht werden, sagt Albert Schönenberger von Peugeot (Suisse) SA. Bereits heutige, insbesondere aber zukünftige Telematik-Mobilitätslösungen eröffnen vielseitige Möglichkeiten zur Fahrzeugparkbewirtschaftung. Dank Werklösungen können alle relevanten Fahrzeugdaten wie Standort, Kilometerstand, Motordaten und Serviceintervalle für Fahrzeuge im Lieferdienst übermittelt werden. Möglich sind heute bereits auch servergestützte Lösungen auf jedem handelsüblichen Computer. «Ein Kommunikationstool auf GSM-Basis erlaubt beispielsweise die direkte Verbindung zu Assistance-Stellen per Taste, einen telefonischen Kontakt zur Pannenhilfe sowie die manuelle Auslösung einer SOS-Taste oder die automatische Aktivierung eines bestimmten Elements, wie etwa dem Gurtenstraffer», erläutert Albert Schönenberger. Mit einem weiteren Programm lassen sich neue betriebsinterne Mobilitätslösungen initiieren, welche zum Beispiel die Reisekosten im Fokus haben.
 

«Ein Kommunikationstool auf GSM-Basis erlaubt beispielsweise die direkte Verbindung zu Assistance-Stellen per Taste.»

 

Optimal zugeschnitten

Voraussetzung ist, dass die Fahrzeuge bei der Beschaffung mit dem entsprechenden Werkmodul ausgestattet werden. Zudem müssen Hard- und Software sowie das passende Netzwerk vorhanden sein. Ergänzende Möglichkeiten sind etwa eine Datenspiegelung der auf dem Handy vorhandenen Kontakte, GPS, Musik und weitere Apps. Was bedeutet dies alles für die gezielte Optimierung des Flottenmanagements? Indem die Flottenabläufe optimal auf den Kunden beziehungsweise das Unternehmen zugeschnitten sind, könnten diese unabhängig von der Betriebsgrös­se effizient und kostenoptimiert abgewickelt werden, betont Schönenberger in diesem Zusammenhang. Dabei spielt selbstverständlich auch die Frage eine Rolle, wie viel Zeit ein Unternehmen selbst in das Thema Flottenmanagement investieren wolle. «Es gibt heute Firmen, die verfügen über einen oder sogar mehrere eigene Flottenmanager, andere wiederum beauftragen damit einen Firmenmitarbeiter, der diese Aufgabe im Nebenjob erledigt», sagt Schönenberger. Das mag zwar praktisch und günstig sein. Ab einer bestimmten Anzahl Fahrzeuge ist die Flotte aber irgendwann zu gross, was sich für die anfallenden Kosten und das Image des Unternehmens als relevant erweisen kann. «Hier versteht es sich von selbst, dass die Verantwortung für die Firmenflotte nicht im Nebenjob getragen werden kann», so Schönenberger.
 

Effizienz und Spitzentechnologie

Welche nachhaltigen Mobilitätslösungen für Flotten stehen für ihn im Vordergrund? Schönenberger erwähnt unter anderem das Angebot an elektrischen Fahrzeugen, urbane Stadtwagen und den Unterflureinbau der Batte­rien bei Nutzfahrzeugen mit voller Laderaumkapazität. Eine zukunftsträchtige Mobilitätslösung seien auch Hybrid-Fahrzeuge, die einen Dieselmotor mit einem Elektromotor kombinieren, was eine technologisch hervorragende Antriebseinheit ermöglicht. Vermehrt eingesetzt werden dürften zudem neue Motorentechnologien, welche die Euro6-Abgasnorm erfüllen, Dieselmotoren mit Partikelfilter sowie die neuste Generation von Benzinmotoren mit sehr günstigen Verbrauchswerten. «Die neuen Motoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie kompakt, umweltverträglich und leistungsstark sind, das Resultat aus Effizienz und Spitzentechnologie», erläutert Schönenberger.
 

Total cost of mobility

Den firmeneigenen Fuhrpark kann man aber nicht nur ökonomisch, sondern auch ökologisch auf Vordermann bringen, indem Fahrzeuge beschafft werden, die sich durch einen geringen CO2-Ausstoss auszeichnen oder durch die Verwendung von Rohstoffen bei der Fahrzeugproduktion, die zum grössten Teil recycliert werden können. Wer auf dem Flottenmarkt Erfolg haben will, muss aber auch die restliche Angebotspalette im Auge behalten. Die Kunden wünschen heute unterschiedliche Lösungen – vom kompakten Kleinwagen über den Kombi bis zur Grossraumlimousine mit vielseitigen Motoren- und Getriebevarianten. Ein umfassendes Dienstleistungsangebot beinhaltet zudem Finanzierungsangebote, Garantieverlängerungen, Service- und Unterhaltsverträge, inklusive der Option für Ersatzfahrzeuge. Ein wichtiger Entscheid sei die Frage, ob die Bewirtschaftung der Flotte durch eigene Ressourcen oder durch Leasing-Provider erbracht wird, betont Schönenberger. Neben der Kernfrage der Fahrzeugwahl sei zudem die Motivation und Schulung der Fahrerinnen und Fahrer zu berücksichtigen. «Ein motivierter Fahrer hält mehr Sorge zu seinem Fahrzeug und vermindert dadurch Kosten, und ein geschulter Fahrer kann durch eine ökonomische Fahrweise den Treibstoffverbrauch beeinflussen und hat damit einen Einfluss auf die Nachhaltigkeit der Flotte», fasst Schönenberger zusammen. Das Grundbedürfnis der Mobilität werde künftig breiter gefasst und im Sinne des «Share your fleet»-Ansatzes zu finden sein. Zudem werde die Mobilität im Auftrag von Unternehmen auf den Fokus «Total cost of mobility» gerichtet sein, so Schönenberger.