Wer ein Fahrtraining besucht, ob als Einzelfahrer oder Flottenbesitzer, profitiert in mehrfacher Hinsicht. Man lernt dabei nicht nur, sein Fahrzeug zu beherrschen, sondern erhält auch nützliche Tipps, die unter anderem das Einsparen von Treibstoff, das Zeitmanagement und die Kostenreduzierung sowie die Unfallprävention betreffen. Firmen, die ihren Mitarbeitenden ein Fahrtraining ermöglichen, steigern deren Motivation, verbunden mit einem Prestigegewinn für das Unternehmen. «Nach der Theorielektion werden im praktischen Kursteil verschiedene Lenk- und Bremsmanöver sowie das Kurvenfahren trainiert», erläutert Clemens Stalder, Leiter des TCS-Verkehrssicherheitszentrums im solothurnischen Derendingen. Im Gefahrentraining lernen die Teilnehmenden, wie sie sich bei einem plötzlich auftauchenden Hindernis richtig verhalten und ein ins Schleudern geratenes Fahrzeug sicher auffangen können. Ebenso erfahren sie, wie sich das Auto bei Aquaplaning verhält und wie man im Notfall reagieren muss, damit man das Fahrzeug unter Kontrolle behält.

Eigene Fähigkeiten testen

«Ein Auto, das bei einem Crash-Test hervorragend abschneidet, bietet allein noch keine Gewähr für Sicherheit, wenn sich der Fahrer falsch verhält», warnt Clemens Stalder. Deshalb lohnt sich eine Weiterbildung, um die eigene Sicherheit und diejenige der andern Verkehrsteilnehmer zu verbessern. Dafür gibt es heute schweizweit eine breite Palette an Aus- und Weiterbildungskursen. Nach dem Grundsatz «Lernen durch Erleben» passen Ausbilder und Verkehrsinstruktoren ihre Methoden an die individuellen Erwartungen und Fähigkeiten der Teilnehmenden an. Das Kursangebot umfasst meist sämtliche Fahrzeugkategorien – von Motorrädern über Personenwagen bis hin zu Nutzfahrzeugen. «Unabhängig vom Fahrzeug und von der Trainingssituation tragen die Kurse dazu bei, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre individuellen Fähigkeiten testen können und zugleich lernen, in einer bestimmten Situation adäquat zu reagieren. Damit können sie ihre Fahrtechnik optimieren», betont Stalder.

Sensibilität entwickeln

Weiterbildungskurse haben heute auch die Umwelt im Fokus. Deshalb werden Kurse angeboten, in denen die Teilnehmenden lernen, nach der Formel «ökonomisch, ökologisch und sicher» zu fahren, ohne dabei auf den Spass am Autofahren verzichten zu müssen. Weitere Kurse richten sich an Neulenkerinnen und -lenker. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Unfallprävention geleistet. Ein seriöses Fahrtraining trage dazu bei, die eigenen Grenzen und Möglichkeiten realistisch einzuschätzen, sagt Stalder. «Die Kursteilnehmenden sollen lernen, Sensibilität für die eigene Situation und für ihr Fahrzeug zu entwickeln, um damit ihren Fahrstil zu verbessern.» So tragen sie zur Verkehrssicherheit bei und sorgen dafür, dass der Verkehr auf den Schweizer Strassen flüssig und sicher rollt.