Wer einen eigenen Fuhrpark unterhält, möchte flexibel sein: Jede Minute, in der ein Fahrzeug ungenutzt auf dem Parkplatz steht, kostet Geld. Noch teurer wird das Ganze, wenn es zu Verzögerungen in der Produktion oder Auslieferung von Gütern kommt, weil beispielsweise ein Transporter in die Werkstatt muss, der dringend in der Firma gebraucht wird. Moderne Software-Lösungen helfen, solche Engpässe zu vermeiden, indem sie alle Abläufe optimal aufeinander abstimmen. Diese Tools können aber noch wesentlich mehr: Sie kümmern sich um so unterschiedliche Dinge wie die Arbeitszeiterfassung, die Lagerverwaltung, den Rapport oder die Planung und werden damit für KMU zur attraktiven und im Vergleich zu Insellösungen deutlich kostengünstigeren Alternative. «Eigene Rechnerkapazitäten sind nicht notwendig, ein Internetzugang genügt», berichtet Reto Stump, Geschäftsleiter von admoveo. «Dann kann man alle Prozesse komfortabel in ein ERP integrieren und eine Brücke schlagen zwischen allem, was ausserhalb der Firma geschieht, und der innerbetrieblichen Verwaltung.»

Elektronisches Serviceheft
Im Unternehmensalltag sieht das dann folgendermassen aus: Die Zentrale kann jedes Firmenfahrzeug ständig lokalisieren und mit frischen Daten aus der Auftragsannahme versorgen (Garmin-Integration). Ein elektronisches Serviceheft dokumentiert für jedes Fahrzeug, was bisher gemacht wurde und wann zum Beispiel der nächste Fahrer-, Reifen- oder Bremsflüssigkeitswechsel ansteht. Die Einbindung von technischen Unterlagen ist ebenso möglich wie die automatische Erfassung von Ersatzteilen und Verbrauchsmaterial.
Noch relativ neu bei solchen All-inclusive-Lösungen ist die Geofence-Technologie: Hierunter versteht man die Überwachung von Maschinen oder anderen Objekten per Funk mit einer Funktion, die unverzüglich Alarm auslöst, wenn ein zuvor definierter Raum verlassen wird, etwa im Falle eines Diebstahls. Meistens ist dieses Tool an das Global Positioning System (GPS) gekoppelt. Daneben sind aber auch noch weitere SOS-Funktionen möglich – beispielsweise, wenn temperatursensible Produkte befördert werden und die Überschreitung eines bestimmten Grenzwertes droht.

Mobile Datenauswertung in Echtzeit
Natürlich möchte jeder Unternehmer wissen, ob seine Fahrzeuge, Maschinen oder Gerätschaften optimal ausgelastet sind. Hier kommen Datenlogger ins Spiel, die alle gewünschten Daten aufzeichnen, beispielsweise «Zündung ein/aus» oder verschiedene Messwerte. Zusätzlich übernehmen diese Blackboxes auch die Überwachung von Füllständen.

Alle erfassten Daten und Rapporte lassen sich übersichtlich in Tabellen- oder Cockpitform darstellen. Hier sollte man darauf achten, dass das gewählte Software-Paket mit bedienerfreundlichen Schnittstellen ausgestattet ist und die Ausgabe auf Smartphones, Tablets und PCs mit den Betriebssystemen Android, iOS oder Windows 8 erlaubt. Dann macht das umfangreiche Reporting eine mobile Datenauswertung in Echtzeit möglich und bietet auch gleich die Weiterverarbeitung für die Projektplanung (Visual Planning) an. Mit der passenden Softwarelösung können KMU ihre Wertschöpfung erhöhen, die Fuhrparkkosten senken und jederzeit alle Prozesse kontrollieren – per Smartphone-, Tablet- oder Web-App.