NICE TO KNOW

Gutes Entertainment spricht alle Sinne an und spielt mit Reizen. Gerade wegen der Reizüberflutung geht es darum, einen Event einzigartig zu gestalten – und alle Emotionen des Publikums anzusprech

Inszenierung und Dramaturgie: Das Eventobjekt muss mittels dramaturgischer Elemente in Szene gesetzt werden. Dabei muss man die Passfähigkeit der szenischen Mittel beachten und Inhalte erlebbar machen.

Die richtige Zielgruppe: Die jeweilige Zielgruppe sollte genauestens und detailliert analysiert werden. Welche Werte, Motive zur Eventteilnahme, welches Involvement haben die Eventteilnehmer, sind zentrale Fragen.

Auswahl der richtigen Partner: Dabei gilt es, in einem Gespräch die Übereinstimmung mit der eigenen Firma zu überprüfen. Wichtig ist, dass nicht Fertigprodukte, sondern massgeschneiderte Ideen konzipiert werden.

Gebühren, Bewilligungen und Steuern: Vorgängig müssen die nötigen Bewilligungen mit Behörden geklärt, die SUISA-Gebühren einberechnet und bei ausländischen Referenten/Künstlern die Quellensteuer kalkuliert werden.

Ein Eventveranstalter möchte heute nicht irgendeinen beliebigen Act, sondern eine Darbietung oder Performance, welche die Werte der Firma im weitesten Sinne spiegelt, sagt der Branchenexperte Christian Studer. Mit andern Worten: Acts, welche neue technische Möglichkeiten einbeziehen und eine Beziehung zum Produkt oder der Dienstleistung herstellen.

Bei jährlich wiederkehrenden Veranstaltungen wie Generalversammlungen oder Kongressen hat Studer schon alle Optionen ausschöpfen können. «Spezialisierte Firmen greifen dann auf ihr grosses nationales und internationales Netzwerk zurück oder kreieren vielfach Shows, welche massgeschneidert sind und die Grundelemente des Events und der Firma beziehungsweise des Produkts in irgendeiner Form berücksichtigen.»

Das sei dann eben einmalig und nicht austauschbar und lasse sich im positiven Sinn nicht mit andern Events vergleichen. Und, sagt Studer: Es gebe heute kaum etwas, was es nicht gibt. «Grundsätzlich wird aber vor allem gute Unterhaltung weiter hoch im Kurs stehen.»

Sich auf Neues einlassen

Jeder Event und jede Veranstaltung benötige, unabhängig von der Ausrichtung, gutes Entertainment, betont Christian Studer. Ob Champagner von Luftartisten ausgeschenkt oder Hintergrundmusik ab CD eingespielt wird: Immer gehe es darum, die Sinne des Publikums anzusprechen. Wichtig sei die umfassende Beratung im Vorfeld.

Dabei gelte es in erster Linie, das passende Corporate-Live-Entertainment etwa für ein KMU oder Private im First-Class-Segment zu definieren und umzusetzen. Das treffe auch auf Firmenjubiläen zu. «Interaktive Unterhaltung und die Einbindung des Publikums wird auch in Zukunft die Live Communication prägen», sagt Studer. Dabei wünsche der Kunde meist einen Überraschungseffekt.

Dazu müsse man bereit sein, sich auch auf Neues einzulassen. Für die perfekte Inszenierung brauche es insbesondere das passende und adäquate Lichtdesign. Und so Studer: «Es gibt nichts Schlimmeres als zu viel Technik, welche dann nur minimal genutzt wird. Weniger, dafür richtig, ist meist mehr.» Durch die neue Art von Close-up-Entertainment hätten derzeit Magier einen Boom. «Der Vorteil bei Close-up ist, dass man individuell auf nahezu jeden Gast eingehen kann.» Dabei brauche man aber die besten Künstler und Entertainer.