Herr Büchel, wofür steht das Kongresshaus Zürich auf den Punkt gebracht?

Das Kongresshaus ist ein Zürcher Traditionshaus mit nationaler und internationaler Ausstrahlung. Es steht an spektakulärer Panoramalage am Zürichsee – es bietet aber auch ein unvergleichliches Panorama an Veranstaltungen und Angeboten.

Vielfalt ist für das Kongresshaus Zürich Programm: Es beherbergt Kongresse, Messen, Ausstellungen sowie wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Events jeglicher Art – einschliesslich Highlights von Weltformat.

Welchen historischen Hintergrund hat das Gebäude?

Baugeschichte und Architektur hängen eng mit der Schweizerischen Landesausstellung 1939 zusammen. Dieses historische Grossereignis war als Demonstration schweizerischer Vielfalt gedacht. Und so sollte auch das Kongresshaus ein Zentrum für verschiedenste Anlässe werden.

1937 wurde mit der Gründung der Kongresshaus-Stiftung eine Trägerschaft geschaffen. 1939 fand die Eröffnung zur Landessausstellung statt. Das von Max Ernst Haefeli, Werner Moser und Rudolf Steiger entworfene Gebäude bildet mit der weltbekannten Zürcher Tonhalle einen einheitlichen Baukörper und gilt architektonisch als wichtiges Zeitzeugnis.

Dank der architektonischen und betrieblichen Symbiose mit der Tonhalle profitieren Veranstalter von weiteren attraktiven Möglichkeiten.

Für welche Art von Events ist das Zürcher Kongresshaus hauptsächlich gedacht?

Durch die Multifunktionalität und die grosse Zahl an verschiedensten Räumen sind alle Arten von Veranstaltungen möglich: von Public Events – beispielsweise Musicals, Theater, Klassik- bis Popkonzerte – über Messen und Kongresse bis Corporate Events wie etwa Generalversammlungen, Produktpräsentationen oder Mitarbeiteranlässe.

Im Kongresshaus Zürich sind schon viele Musiker und Entertainer von Weltformat aufgetreten. Aber auch Literaturnobelpreisträger, US-Präsidenten, Bundesräte, Wirtschaftsführer und Persönlichkeiten wie der Dalai Lama haben das Traditionshaus beehrt. Ebenso ist der Weltfussballer des Jahres hier schon gekürt worden. 

Das Gebäude befindet sich aktuell in Rennovation. Welche Bereiche werden durch den Umbau verändert?

Das komplette Gebäude, einschliesslich des zum Kongresshaus Zürich gehörenden Tonhalle-Trakts, wird erneuert und renoviert. Sämtliche Gebäude- und Veranstaltungstechnik wird auf den aktuellsten Stand gebracht.

Der alte Panoramasaal und der einstige Gartensaal weichen einem Neubau, in dem der neue Gartensaaltrakt untergebracht sein wird. Über dem Gartensaaltrakt entsteht eine grosszügige Terrasse und ein neues Restaurant mit fantastischer Sicht auf den Zürichsee und die Schweizer Alpen.

Alles in allem gewinnt das Gebäudeensemble stark an Attraktivität und Flexibilität.

Was sind die grössten Herausforderungen bei den aktuellen Planungs- und Bauarbeiten?

Ein Eingriff in eine solch geschichtsträchtige Immobilie ist per se ein komplexes Unterfangen. Die Chancen, an dieser fantastischen Lage Tradition und Moderne zu kombinieren, stehen aber weit im Vordergrund.

Auf welche Highlights und Neuerungen freuen Sie sich besonders?

Da gibt es vieles, auf das ich mich freue. Highlights sind sicher die neue grosse Terrasse mit Panoramasicht auf See und Alpen und das darauf platzierte, vollflächig verglaste Restaurant.

Oder dann die verbesserte Multifunktionalität, die minutiös renovierte kleine und grosse Tonhalle sowie die neuen Gartensäle. Aber auch die neue AV- und Bühnentechnik, die neue Grossküche und die zusätzlichen Breakout-Möglichkeiten mit weiteren Seezimmern begeistern mich.

Und nicht zuletzt natürlich auch die zusätzlichen Aufzüge und das Tageslicht mit Verdunkelungsmöglichkeit in sämtlichen Räumen, welche die Attraktivität der Location weiter steigern werden.

Weshalb sind Erneuerungen der Meeting-Infrastruktur und ihrer Technologie so wichtig? 

Das Kongresshaus Zürich spielt in der International League und misst sich dementsprechend am globalen Eventlocation-Markt. Dies erfordert eine ständige Weiterentwicklung.

Wir rüsten uns infrastrukturell aber auch personell für die Wünsche und Bedürfnisse unserer bestehenden und zukünftigen Kunden, Besucher und Gäste.

Wie sieht der Markt der Kongress-Locations aus? Gibt es viele Mitbewerber?

Das Angebot an Event- und Kongress-Locations ist national und international gewachsen. Dies belebt den Markt und ergibt für uns als Betreiber vom Kongresshaus Zürich tolle neue Geschäftsmöglichkeiten, auf welche ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht näher eingehen kann.

Welche Ziele haben Sie sich als neuer Direktor des Kongresshaus Zürich gesetzt?

Ich möchte mit dem neuen Kongresshaus Zürich einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung des internationalen MICE-Standortes Zürich beitragen.

Dementsprechend lege ich einen starken Fokus darauf, globales Geschäft in die Schweizer Wirtschaftsmetropole zu holen. Dabei werden selbstverständlich auch bestehende und regionale Kunden von unserer Service Excellence und von optimierter Flexibilität profitieren.

Allem voran stehen unsere Mitarbeitenden. Denn sie sorgen für das notwendige, hohe Qualitätsniveau, welches wir bieten wollen.