1977 spielte ein Roboter eine Botschaft als Hologramm ab: eine elfenhafte Prinzessin erschien als dreidimensionale Projektion und bat: «Helft uns, Obi-Wan Kenobi, Ihr seid unsere letzte Hoffnung.»

Damit löste Prinzessin Leia den «Krieg der Sterne» aus. Und sicherlich auch einen jahrelangen Kampf von Ingenieuren und IT-Spezialisten, die dieses Märchen wahr werden lassen wollten, den Quantensprung in der Display-Technologie: das Hologramm.

Die Menschen können Seminare lebensecht zuhause «besuchen»

Jetzt scheint es, dass sie dieser Zukunft näherkommen, die damals weit, weit weg schien. Raffinierte 3D-Objektpräsentationen sind bereits Hingucker an Messen, schüren diese Hoffnung.

Doch zeigen sich schnell die Grenzen der holografischen Projektion. Prototypen zeigen auf, wo die Limitierungen der heutigen Technik liegen: Licht benötigt eine Fläche, um Gegenstände dreidimensional abzubilden.

Doch ebenso wie der 3D-Drucker den Alltag veränderte, wird der Durchbruch zum Hologramm die Kommunikation weltweit revolutionieren. Seit Microsoft die «Holoportation» vorgestellt hat und die revolutionären Möglichkeiten aufzeigte, liegen alle Hoffnungen auf der weiteren Entwicklung.

Wer eine Reality-Brille trägt, kann an einer holografischen Live-Kommunikation teilnehmen. Das ist ein Vorgeschmack auf den Video-Chat der Zukunft: Man wähnt sich mit seinem Gesprächspartner im selben Raum, indem dieser ins eigene Sichtfeld «teleportiert» wird.

Die beiden Personen werden dabei tatsächlich in Räumen, die weite Strecken voneinander entfernt sein können, mit Live-Kameras gefilmt. Die aufgezeichneten 3D-Bilder werden vom Computer mit Texturen überzogen. Dann wird diese Aufzeichnung an den HoloLens-Träger übermittelt und im Raum des Empfängers dargestellt.

Man kann nur erahnen, was das für die Veranstaltungstechnik kommender Jahrzehnte bedeuten wird: Die Menschen können Seminare lebensecht zuhause «besuchen».

Die «Holoportation» wird sich sogar grundsätzlich auf die zwischenmenschliche Kommunikation auswirken. Business-Meetings und politische Treffen wären rund um den Erdball als lebendige Interaktion möglich.

Noch ist es allerdings nicht so weit, die Technik steht in der Entwicklungsphase. Ein leistungsstarker Rechner, der die Daten komprimieren und in Echtzeit übertragen muss, ist dabei noch einer der Knackpunkte vor der Massentauglichkeit.