FACTS

Neben der zweijährigen Ausbildung zum Logistiker / zur Logistikerin EBA (Eidg. Berufs-Attest) steht den Jugendlichen die eigentliche Berufslehre EFZ (Eidg. Fähigkeitszeugnis) als Ausbildung zur Verfügung. Auf einer höheren Stufe winken die Titel Logistiker/in mit eidg. Fachausweis und, anstelle der früheren Meisterprüfung, Logistiker mit eidg. Diplom. Hier sind vor allem administrative Fähigkeiten wie Projektarbeit, Planung und Koordination gefragt. Der Wandel dieses Berufsbildes zu vermehrten administrativen Tätigkeiten hat den bisherigen Männerberuf auch für Frauen attraktiv gemacht.

Globalisierung, technologischer Fortschritt und die moderne Informatik (Internet) haben nicht nur die gesamte Transport- und Logistikbranche verändert - auch die darin verankerten Berufsbilder haben sich grundlegend gewandelt. «Vollautomatische Hochregal-Lager, wie sie in der Schweiz aufgrund der hiesigen Platzverhältnisse besonders häufig anzutreffen sind, haben den traditionellen Stapelfahrer nicht ersetzt, sondern ergänzt», erklärt Dr. Beat M. Duerler, Präsident der Schweizerischen Vereinigung für die Berufsbildung in der Logistik (SVBL) in Rupperswil.

Stetige Weiterbildung

Neue Aufgaben und neue Geräte erfordern auch von dieser Berufsgruppe eine kontinuierliche Weiterbildung. Neben der rein physischen Komponente, dem Fahren und Führen des Staplers, muss zusätzlich die Anwendung neuer Geräte, zum Beispiel moderner Tracking und Tracing-Systeme, erlernt werden. Dies ist eine grosse Herausforderung für die Lernenden, macht aber ihre Ausbildung umso interessanter. Stark hat sich damit auch das Berufsbild des ehemaligen Lageristen zum eigentlichen Logistiker gewandelt.

Administrative Aufgaben

Das Einkaufen im Internet hat dem Versandhandel neue Impulse vermittelt. Dies beschert den Logistik-unternehmen wie Post, Integrators und Speditionsfirmen zusätzliches Wachstum. Die eigentliche Lagerhaltung wird optimiert. Der 24 Stunden Betrieb ist keine Ausnahme mehr. Grenzüberschreitende weltweite Distribution von Waren und Dienstleistungen wird zur Normalität. Entsprechend hat sich das Anforderungsprofil an die Berufsausbildung gewandelt. Zur bisherigen operativen Tätigkeit kommen vermehrt administrative Aufgaben in den Bereichen Planung und Koordination hinzu. Entsprechend haben sich auch die Ausbildungslehrgänge gewandelt.