Die Schweiz ist Mitglied der Welthandelsorganisation und weist ein Netzwerk von 28 Freihandelsabkommen mit 38 Partnern ausserhalb der EU auf. Aufgrund der Freihandelsabkommen mit der EFTA und der EU verfügt die Sektion des Imports und Exports über volle Zoll- und Kontingentfreiheit. Die Verzollung der Waren erfolgt, mithilfe von Anwendungssoftware, mittlerweile weitestgehend automatisiert. Neben zeitlicher Ersparnis reguliert dies auch den Kostenaufwand.

Internationale Wettbewerb

Da die einheimischen Produkte tendenziell nicht gegen den internationalen Wettbewerb geschützt sind, ist die Einfuhr hergestellter Waren quantitativ nicht begrenzt und bietet der Käuferschicht eine grosse Waren- und Produktauswahl, zum Beispiel im Bereich Energie, technischer Medien oder Nahrungsmittel.

Die meisten Güter werden auf den Schweizer Strassen befördert

Gegenwärtig befindet sich die Schweiz auf Rang 20 der weltweiten Exportnationen und ihre Exportquote lag im Jahr 2010 bei rund 36%. Neben klassischen Schweizer Produkten, wie Uhren, Käse und Schokolade, werden vor allem Güter der Maschinen-, Elektro-, Metallindustrie exportiert. Mit einem Exportwert von über 70 Mrd. CHF (2009) macht jedoch die Chemie- und Pharmaindustrie den mit Abstand grössten Umsatz des Schweizer Exportgeschäfts aus. Aufgrund dieser hohen Exporteinnahmen verzeichnete das Bruttoinlandsprodukt daher ein jährliches Wachstum von 1,5%.

Strassen am meisten benutzt

Im Jahr 2012 lag das Exportvolumen bei einem Gesamtgewicht von etwa 16,9 Tonnen. Der am meisten benutzte Verkehrszweig stellte mit 75% die Strasse dar. Der Bahnverkehr belegte mit 11% den zweiten Rang und den drittwichtigsten Verkehrszweig bildete die Pipeline zum Transport von Wasser, Rohöl, Strom und Gas. Schlusslicht bilden der Luftverkehr (4%) sowie der Schiffsverkehr (3%), deren Zahl jedoch über das letzte Jahrzehnt stabil blieb.

Bahnverkehr rückläufig

Die Führungsrolle des Strassenverkehrs ist nicht neu, denn die Mehrheit des Import- und Exportvolumens wurde stets über die Strasse abgewickelt, gewann aber, ebenso wie die Pipeline, im Laufe der Jahre immer mehr an Bedeutung. Das Ausfuhrvolumen des Bahnverkehrs hingegen ist stetig rückläufig, bietet aber die Möglichkeit des sogenannten kombinierten Verkehrs.

Dies bedeutet, dass auf eine mehrgliedrige Transportkette zugegriffen wird, die verschiedene Verkehrszweige miteinander kombiniert, jedoch der überwiegende Teil der zurückgelegten Strecke mit der Binnenschifffahrt oder der Eisenbahn zurückgelegt wird. Dieser Zugriff auf umweltfreundlichere Transportmittel hat neben des Nachhaltigkeitseffekts den Vorteil, den Strassenverkehr zu entlasten und den rückläufigen Bahnverkehr wieder zu stärken.