Alle beteiligten Unternehmen haben deshalb ähnliche Ziele: Kosten sparen, Prozesse optimieren, Transparenz herstellen und Renditen erzielen. Um brachliegendes Potenzial besser ausschöpfen zu können, gilt es einige Punkte zu beachten und Herausforderungen zu meistern.

1. Chefsache

«Einzig ein gut strukturiertes Vorgehen kann überhaupt zum Ziel führen», betont Rudolf Hänni, Verwaltungsrat und Mitglied der Geschäftsleitung der Xplanis AG. «Ein unbedachter Kauf eines Planungs-, Transportmanagement- oder Fahrzeugtelematik-Systems wird in den meisten Fällen zum Misserfolg.»
Vor der Einführung eines neuen IT-Systems jeglicher Art muss das Projekt zur Chefsache erklärt werden. Nur wenn es vom zuständigen Management getragen wird, kann es erfolgreich sein. Dazu gehört auch ein Projektmarketing: Das System soll die betroffenen Mitarbeitenden unterstützen, anstatt sie zu schikanieren oder zu ersetzen.

2. Die strategische Ausrichtung

Dann muss das Management die aktuelle strategische Ausrichtung überprüfen und überdenken. Eine zentrale Frage ist beispielsweise der Einsatz von geeigneten Fahrzeugen. Eine solche Überprüfung ist mit einem tiefen finanziellen Einsatz möglich, hat aber eine deutlich grössere monetäre Wirkung als das beste Navigationssystem. «Zur strategischen Prüfung gehört dann auch die Evaluierung des Optimierungspotenzials in der Transportlogistik, zum Beispiel ob das heutige Planungs- und Dispositionsvorgehen noch den Anforderungen entspricht», sagt Hänni. «In den meisten Fällen ist eine Optimierung von fünf bis 15 Prozent möglich.»

3. Die passende Lösung

Der Markt bietet unzählige IT-Lösungen für die Transportlogistik. Doch nicht alle sind auf die Anforderungen und Bedürfnisse eines einzelnen Unternehmens zugeschnitten. Eine wilde Ansammlung von Daten schafft kaum einen Mehrwert, sondern belastet die Infrastruktur unnötig. Erst wenn das Management weiss, welche Daten und Informationen einen qualitativen und finanziellen Nutzen bieten, kann es passende Systeme finden. In diesem Rahmen muss das Management ebenfalls vorgängig entscheiden, ob es das neue System im Unternehmen selbst betreiben möchte und damit eine teurere IT-Infrastruktur in Kauf nimmt oder ob sich ein Outsourcing an eine Drittfirma lohnt.

4. Laufende Überprüfung

Die Transportlogistik ist nie ein statischer Prozess, sondern immer eine dynamische Angelegenheit. Sobald sich Änderungen im Umfeld ergeben, muss das Management die strategische Ausrichtung neu analysieren. Selbst in einem ruhigen Umfeld wandelt sich der Stand der Technik laufend, was eine Überprüfung alle drei bis vier Jahre unumgänglich macht.